Erstmal Danke Hans für deine Sysiphus Arbeit.
Aber lassen wir doch mal unsere Phantasie spielen:
Wir können glaube ich davon ausgehen , dass Faller sich hat insperieren lassen, um hier das böse Wort kopieren zu vermeiden. Wie du erwähntest bestanden engere Kontakte zu Atlas. Atlas hatte Faller Modelle im Programm und umgekehrt, für ca. 2 Jahre gab es ein amerikanisches Bahnhof Set von Atlas. Auch hat Faller sich nicht wirklich um Patente geschehrt, siehe Flachanker und Aurora. Dies lag sicher auch daran, dass die Patente nur in den USA angemeldet waren und damit nur bedingt international galten, wenn überhaupt. Auch waren die amerikanischen Firmen in Europa nicht zu aktiv. Was den Wechsel von Getriebe auf Schnecke angeht, vermute ich einfach das Faller von den Ereignissen überrollt wurde. Atlas wechselte ungefähr zum Zeitpunkt der Faller Markteinführung auf Schnecke, vermutlich auch durch das Vorbild Tyco, die ungefähr zum gleichen Zeitpunkt auf den Markt kamen.
EIn anderes Thema wäre die Frage, wer eigentlich welche Fertigungskapazitäten und Expertisen besaß. Ich halte es nicht für unmöglich, dass was elektrische Komponenten betrifft, diese häufig von außen zugekauft wurden. Sei es, dass man sie im Lohnauftrag fertigen ließ oder bereits am Markt existierende Komponenten zukaufte.
Ich könnte mir vorstellen, dass z.B. Marx den Motor hat entwickelt und patentieren lassen, ihn dann aber in Japan hat bauen lassen und vielleicht eine Lizenz an Mabuchi vergab. Der Anfang der 60er war die Zeit, wo Japan zu einer Werkbank des Westens wurde, wie später China.
Auch wußte zu diesem Zeitpunkt wirklich keiner wie sich der Markt entwickeln würde. Zwar hatte Aurora einen Riesenerfolg gelandet, aber war es mehr als nur der Novelty Effekt? Warum also neue Kapazitäten aufbauen, zumal dies in sehr kurzer Zeit zugeschehen hätte, wenn es schon einen japanischen Hersteller mit einem System gab. Also hilft man ihm vielleicht mit Expertise und läßt dafür bei ihm produzieren. Zwei Fliegen mit einer Klappe, ich spare mir die Kosten für den Aufbau neuer Produktionsstätten und halte einen potentiellen Konkurrenten vorerst vom Markt fern. Was man nicht vergessen darf, es war zu diesem Zeitpunkt ein Wettrennen um einen neuen Markt von dem keiner wußte wie er sich entwickeln würde. Man hatte alles außer Zeit.
Wie schon gesagt nur Spekulation, aber so oder ähnlich könnte es sich verhalten haben.
Mario
Aber lassen wir doch mal unsere Phantasie spielen:
Wir können glaube ich davon ausgehen , dass Faller sich hat insperieren lassen, um hier das böse Wort kopieren zu vermeiden. Wie du erwähntest bestanden engere Kontakte zu Atlas. Atlas hatte Faller Modelle im Programm und umgekehrt, für ca. 2 Jahre gab es ein amerikanisches Bahnhof Set von Atlas. Auch hat Faller sich nicht wirklich um Patente geschehrt, siehe Flachanker und Aurora. Dies lag sicher auch daran, dass die Patente nur in den USA angemeldet waren und damit nur bedingt international galten, wenn überhaupt. Auch waren die amerikanischen Firmen in Europa nicht zu aktiv. Was den Wechsel von Getriebe auf Schnecke angeht, vermute ich einfach das Faller von den Ereignissen überrollt wurde. Atlas wechselte ungefähr zum Zeitpunkt der Faller Markteinführung auf Schnecke, vermutlich auch durch das Vorbild Tyco, die ungefähr zum gleichen Zeitpunkt auf den Markt kamen.
EIn anderes Thema wäre die Frage, wer eigentlich welche Fertigungskapazitäten und Expertisen besaß. Ich halte es nicht für unmöglich, dass was elektrische Komponenten betrifft, diese häufig von außen zugekauft wurden. Sei es, dass man sie im Lohnauftrag fertigen ließ oder bereits am Markt existierende Komponenten zukaufte.
Ich könnte mir vorstellen, dass z.B. Marx den Motor hat entwickelt und patentieren lassen, ihn dann aber in Japan hat bauen lassen und vielleicht eine Lizenz an Mabuchi vergab. Der Anfang der 60er war die Zeit, wo Japan zu einer Werkbank des Westens wurde, wie später China.
Auch wußte zu diesem Zeitpunkt wirklich keiner wie sich der Markt entwickeln würde. Zwar hatte Aurora einen Riesenerfolg gelandet, aber war es mehr als nur der Novelty Effekt? Warum also neue Kapazitäten aufbauen, zumal dies in sehr kurzer Zeit zugeschehen hätte, wenn es schon einen japanischen Hersteller mit einem System gab. Also hilft man ihm vielleicht mit Expertise und läßt dafür bei ihm produzieren. Zwei Fliegen mit einer Klappe, ich spare mir die Kosten für den Aufbau neuer Produktionsstätten und halte einen potentiellen Konkurrenten vorerst vom Markt fern. Was man nicht vergessen darf, es war zu diesem Zeitpunkt ein Wettrennen um einen neuen Markt von dem keiner wußte wie er sich entwickeln würde. Man hatte alles außer Zeit.
Wie schon gesagt nur Spekulation, aber so oder ähnlich könnte es sich verhalten haben.
Mario

