06-02-2026, 18:14 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06-02-2026, 18:28 von Werner1955.)
Guten Tag zusammen.
Bei einem Lkw Flachanker Chassis fehlen mir 2 kleine Federn,die links und rechts unten am Chassis eingeklemmt werden.
Ansonsten haben die Schleifer keinen Kontakt.
Habe das Chassis zerlegt gereinigt,Kohlen,Federn,Schleifer erneuert.
Auf der Bahn keine Reaktion. 9 V Batterie an den Platten der Schleifer gehalten und der Motor läuft.
Bis ich dahinter gekommen bin warum der Motor nicht läuft,hat es gedauert. Aber diese kleinen Federn sind nicht zu bekommen.
Hat jemand einen Tip ,oder eine Lösung für das Problem?
Vielleicht einen gekürzten Nagel als Überbrückung versuchen.
Grüße
Werner
Hallo Werner,
soweit ich das weiß sind diese Federn nur zur Entstörung (?) angebracht.
Ich denke, da kannst Du einfach mit einem Stück Draht überbrücken.
06-02-2026, 18:36 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06-02-2026, 19:42 von Werner1955.)
Hallo Christoph,
nur zur Entstörung kann nicht sein, weil die Schleifer keinen Kontakt zur Platte/Schleifer Befestigung haben.
Mit 9 V Batterie Test an der Platte läufts.
Werde das Mal mit passend gemachtem Nagel versuchen.
PS wollte Bilder hochladen,funzt aber nicht.
Grüße
Werner
06-02-2026, 22:58 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06-02-2026, 23:34 von finbar.)
Hallo,
Ja, korrekt, bei diesen seitlichen Federn handelt es sich um Spulen, also Drahtwicklungen auf einem Ferritkern, die vom Fahrstrom durchflossen werden. Bei diesem Chassis ist der Scheifer ja in einem Kunststoff gelagert. Deshalb wird der Strom über die Schleiferfeder direkt zum vorderen Spulenanschluß geführt. Der Spulendraht ist dabei einfach unter die Schleiferfeder geklemmt. Das hintere Ende der Spule schließlich ist mit dem Kontaktblech elektrisch verbunden.
Wenn du auf eine Entstörung verzichten möchtest, kannst du den Strom über einen Draht von der Schleiferfeder zum Kontaktblech führen. Wenn du einen Nagel verwendest, könnte es sein, daß entweder vorne oder hinten kein elektrischer Kontakt hergestellt wird und der Stromfluß nicht gewährleistet ist.
@cw658: Ich wußte nicht, daß du meine Beiträge auch im US-Forum liest. Wie peinlich, aber die Google Rück-Übersetzung macht es dann noch schlimmer.
@finbar
Nee, ich stalke Dich nicht
Ich war auf Bildersuche, weil Werner zuerst keine Bilder eingefügt hatte.
Also nur ein Zufall, das es Dich getroffen hat
Ich war mir nicht so ganz sicher, aber dann ist die Lösung des Problems ja nun gefunden.
Christoph hat schon recht, wenn er sagt, diese Spule ist nur zur Entstörung. Grundsätzlich bietet eine Spule für Gleichstrom oder gepulsten Gleichstrom wie wir ihn verwenden praktisch keinen Widerstand. Für hochfrequente Wechselspannungen jedoch (z.B. im Funkbereich oder TV-Bereich) ist der Widerstandswert sehr hoch. Somit wird der Fahrstrom zum Motor zwar durchgelassen, die an den Bürsten entstehenden hochfrequenten Störungen aber nur deutlich abgeschwächt an die Schleifer gegeben und dann über die Schienen abgestrahlt.
Ich habe diese Spulen noch bei keinem Ersatzteilhändler gesehen. Es gibt auch keine derartigen Standard-Elektronik-Bauteile, ich denke die Spulen wurden für Faller eigens hergestellt, insbesondere wenn man die Geometrie des Anschlußdrahtes betrachtet. Wenn du also nicht einen einfachen Draht wie oben beschrieben als Ersatz verwenden willst, dann ist es wohl erforderlich, eine Spule selbst zu wickeln, das bedeutet die genauen Abmessungen des Ferritkerns ermitteln und einen entsprechenden Ersatz besorgen. Diesen dann mit einem passsenden Draht bewickeln, im Bild oben zähle ich etwa 33 Windungen.