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T-Jets renntauglich
#1
Moin moin, jetzt habe ich nach über 15 Jahren T-jet Erfahrung als "Schönfahrer" doch noch ein paar Fragen. Meine T-jets laufen alle auf den engen Fallerkursen "ganz ordentlich" und machen mächtig Spass. Wartung, Schmierung etc. alles soweit bekannt. Selbst komplett "feste" Gurken aus der Bucht laufen nach 10 Minuten Zuwendung wieder erstaunlich gut.

Jetzt kam die neue Erfahrung auf einem wunderschönen privaten Rennkurs, dass T-jets auch richtig schnell sein können Shy . Auf meinen kleinen Faller-Kursen besteht keine Möglichkeit, dieses Potenzial zu erkunden. 

Wenn ich unter diesem Gesichtspunkt mein Konvolut betrachte sieht es so aus:

- einige - nicht wenige - bleiben langsam, egal wie schön ich den Anker poliere, Magnete tausche oder wie häufig ich Kohlen 
  wechsele oder die Federspannung modifiziere. 

- andere (wenige) haben ohne große Zuwendung ordentlich Biss und gehen ohne erkennbaren Grund richtig ab. Ganz ohne 
  Fahrwerksoptimierung. Ich tippe drauf, dass die Anker (alle original) der wesentliche Unterschied sind. 

Daraus könnte man schließen,

- dass renntaugliche T-jets im ersten Ansatz durch Selektion gefunden werden müssen
- dass es bei T-jet Ankern bzw. Chassis ähnlich große Streuungen gibt wie bei Faller

Oder habe ich was übersehen ? Confused

Die Rennszene braucht sich keine Sorgen zu machen - ich habe meinen letzten Platz auch mit einem geliehenen schnellen T-jet zäh verteidigen können.  Wink
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#2
Ja Halöchen,

also da geht es mir genau wie Dir, ich steh ja auch auf die T-Jets weil ich die alten Ami Karossen mag.
Die Meisten meiner kleinen Renner sind T-Jets und Einige rödeln so ihre Runden und Andere gehen ab wie Sau.
Ich hab nun leider nicht das technische Wissen wie Viele hier von Euch aber trotz Wartung, identischer
Motoranker und eigentlich der exakt gleiche Motor laufen sie unterschiedlich, verstehe ich auch nicht.

Tja, das wollte ich nur mal sagen.
Viele Grüße und bleibt gesund
Thomas
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#3
Moin, mion

Man könnte vielleicht den Widerstand der einzelnen Ankerwicklungen messen und vergleichen. Alleine der verwendete Kupferlackdraht für die Ankerwicklung besitzt eine Spezifikation für den Widerstandswert von +/- 10%. Im optimalen Fall könnte die Widerstandsmessung mit einem Vierdraht-Ohmmeter sowie bei unterbrochener Parallelschaltung der Spulen durchgeführt werden.

Viele Grüße
finbar
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#4
Ulrich, das hast Du ganz richtig analysiert.

Für ein Sieger-T-Jet muss Verschiedenes zusammenkommen:
- ein möglichst niedrigohmiger Anker (ca. 16 Ohm), kann man mit jedem handelsüblichen Voltmeter messen
- zum Anker „passende“ Magneten
- sauber laufendes Getriebe,
- gerade Achsen
- rundlaufende Felgen
- vernünftige Ölung

… und noch ein paar Kleinigkeiten. Smile

Hier im Forum gibt es „Anleitungen“, wie man T-Jets „tunen“ kann.

LG
Andreas
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#5
Hallo Andreas,

vielen Dank für die Tipps - noch dazu so schnell nach Eurem Rennwochenende. Ich mache mich dann auf die Suche nach den Anleitungen. Mir ging es vor allem um den Startpunkt und ich vermute, die Selektion der schnellsten verfügbaren T-jets sollte am Anfang stehen. Am Wochenende habe ich zufällig einen T-jet zusammengestoppelt, der so schnell ist wie der Faller, mit ich einst sogar Photomann auf seiner Hamburger Privatbahn folgen konnte (bis zu den Kurven jeweils). Wenn ich bei diesem Chassis nur den Anker tausche ist die Performance sofort weg.

Fallerista = Christian  Wink
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#6
Upsi… sorry, Christian! Das Wochenende vernebelt zumindest noch derart meinen Kopf, dass ich Dich verwechselt habe. Smile

Einen wichtigen Aspekt habe ich noch vergessen:
- wenn man nur die „Wanne“ mit „Ankerplatte“, ohne Magneten, Motorkohlen und Schleifer rollen lässt, muss dieses „Rolling-Chassis“ möglichst geradeaus laufen, darf nicht „hoppeln“ (=> unrunde Felgen) und alle vier Räder müssen den Boden berühren (genau hinschauen)

Hmmm… vielleicht sollte ich die Idee vom „Videokonferenz-T-Jet-Workshop“ mal wieder aufgreifen…? Big Grin
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#7
......und das Selektieren beginnt schon mit der Kennzeichnung der Ankerplatten und Chassiswannen.
Die sind ja jeweils mit Zahlen von 1-10 oder Buchstaben gekennzeichnet.Ankerplatten vorne in Nähe der Patentnummer und die Wanne in Nähe der hinteren Karoschraube.
Wenn die Ankerplatte nur leicht schräg auf der Wanne sitzt,läuft die Ankerwelle leicht diagonal von der Platte zur Wanne,was für unnötige Reibung sorgt.
Es gibt bei den Amis echte Spezies,die mal versucht haben,die besten "Paarungen" herauszufinden.Aber hier hilft eben einfach nur = Versuch macht kluch Wink
Wenn dann alles mechanisch freigängig ist und der Anker,wie von Andreas ja schon beschrieben,möglichst niederohmig ist,hängt es sehr stark von den Magneten ab,wie der Motor läuft.
Haben die Magnete im Laufe der Jahrzehnte ihre Magnetkraft eingebüßt,schaffen sie es nicht mehr,den Anker schnell genug zu drehen.Diese Chassis neigen dann auch zum Überhitzen,da ja immer noch der gleiche Strom zugeführt wird,dieser aber nicht mehr in Drehbewegung umgesetzt werden kann.Da Energie nicht verloren geht,wird sie hier in Wärme umgesetzt.

Bei gebrauchten Chassis weiß auch keiner,was da so alles in 50 Jahren mal getauscht worden ist.Also hilft nur messen,ausprobieren ölen und wundern....... Tongue

Schönen Sonntag noch!

Gruss
Michael
Ich bin heute irgendwie neben der Spur.Ist schön hier! Tongue 
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#8
(01-11-2021, 12:23)Slotraver schrieb: Hmmm… vielleicht sollte ich die Idee vom „Videokonferenz-T-Jet-Workshop“ mal wieder aufgreifen…? Big Grin

Oh, da wäre ich direkt dabei. Hab hier noch drei ungenutzte T-Jet NOS rumfliegen, das sollte als Basis für Best-of-three-Tuning genügen, oder?
Viele Grüße 
Dominik 

****

„Wenn ich all das Geld zurückbekäme, das ich für Slotcars ausgegeben habe, würde ich… es vermutlich wieder für Slotcars ausgeben!“ (frei nach Nick Mason, Pink Floyd-Drummer und Autosammler)
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#9
Dominik, jepp!

„Wundern“ beschreibt es auch sehr schön! Big Grin
Nach rund zwölf Jahren (zumindest zeitweise) intensivem Beschäftigen mit dem Thema T-Jet, habe ich beschlossen, vieles was aus USA dazu geschrieben wurde, im Ordner „Voodoo“ abzuheften. Smile
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#10
Das Thema Flachanker Tuning haben wir schon öfter im Forum behandelt. Sucht mal in den Beiträgen zum "Porsche Cup" (den sind wir 2015 gefahren) und zum BMW Grand Prix (2016). Damals wurden beide Chassis und Tuningmöglichkeiten ausführlich besprochen.

Auch im Internet gibt es gute Tipps. Einfach mal unser Linknet durchstöbern.
Tuning the Pancake Part 1 - Speed Inc How-To (google.com)

Grundsätzlich gilt für jedes Flachanker Chassis, dass man aus einer langsamen Gurke nur durch Einstellen und Polieren kein Siegerfahrzeug machen kann. Dazu muss man schon Teile tauschen. Anker und Magnete müssen optimal zusammenpassen. Leider gibt es weder Regel noch Faustformel, in welchem Zusammenhang Magnetfeldstärke, Wicklungswiderstand und Anpressdruck  stehen müssen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.
Die im Link beschriebenen Maßnahmen lohnen sich eigentlich nur an einem schon ganz gut laufenden Chassis.

Viele moderne Handys haben eine Kompassfunktion und können deshalb auch die Feldstärke von Magneten messen. Wenn man sich eine Vorrichtung baut, die Magnet und Handy in eine bestimmte Position zueinander bringen, kann man Magnete miteinander vergleichen. Dann kann man beispielsweise gezielt schwache Magnete mit einem niederohmigen Anker kombinieren oder umgekehrt mit einem hochohmigen oder, oder, oder. Eine Beschäftigung für lange, dunkle, verregnete Winterabende. 

Runde Felgen, die zentrisch auf einer geraden Achse sitzen lohnen sich immer. Ein hoppelndes Chassis kann noch so schnell sein, es wird nie vernünftig um die Kurven kommen.
Ich fahre häufig nicht das schnellste Auto in einem Rennen, sondern das, das ich am besten beherrsche. Man muss nicht nur schnell sein, sondern auch möglichst lange im Slot bleiben.
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#11
Ganz herzlichen Dank für die super Hilfestellung! Meine Fragen mögen für einen erfahrenen Racer etwas ungewöhnlich bzw. naiv klingen, aber ich bin stark geprägt vom liebevollen "Retten" alter Gurken. Wenn nach einem verregneten Wochenende 1- 2 halbtote Blomos oder Flachanker wieder anständig unterwegs sind, bin ich froh. D.h. ich habe 80% meiner Zeit mit den 20% schlechtesten Autos verbracht - nennt man wohl Nostalgie.

Für einen renntauglichen T-jet heißt es dann wohl, umdenken und 80% Zeit auf die 20% besten Chassis verwenden. Ob ich das übers Herz bringe, weiß ich noch nicht, aber ich werde mir gerne die Tuning Tipps anschauen - @ Markus, vielen Dank für die Quellenhinweise.

Apropos Voodoo und Magnete: War das jetzt gut für meinen schnellen Faller, ihn immer über den Nordpol mit in die USA zu fliegen oder haben die Magnete möglicherweise gelitten?  Confused
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#12
Ein Auto für die Modell-Stadtbahn oder Modell-Rennbahn fertig machen oder für ein ernsthaftes Rennen vorzubereiten, sind meiner Meinung nach zwei Paar Schuhe. Auf der Modellbahn soll ein Auto möglichst gut aussehen und ohne laute Geräusche zuverlässig seine Runden drehen. Die maximal mögliche Geschwindigkeit wird sowieso nicht ausgenutzt. Das Tuning dient der Optik, Zuverlässigkeit und Originalität

Auf der Rennstrecke ist es umgekehrt: Straßenlage, Beschleunigung, Bremsen und Höchstgeschwindigkeit dominieren die Optik. Das Tuning dient der Leistung und Höchstgeschwindigkeit.

Es gibt so viele Facetten unseres schönen Hobbies, jeder sucht sich die für ihn richtige raus und schaut dabei aber gerne mal über den Tellerrand.
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#13
Einspruch, Euer Ehren.

Die Stadtbahnautos müssen genauso gut laufen, wie die Rennautos. Und noch besser bei Einsatz von Elektronik, weil die ist ja so was von zimperlich, wenn sie auf Widerstand trifft ...

Ich habe ne Menge in Castrop-Rauxel von den Junx gelernt, was ich nach bestem Wissen auch für die Digitalautos anwende. Es war nicht vergebens Cool .
ciao michaelo
... und wer zuletzt aufgibt gewinnt.
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#14
Hallöle

Auch nicht zu verachten die Schleifer. Sie sollten so zurechtgebogen werden das sie eine höchst mögliche Auflagefläche haben.
Dabei nicht nur die Auflagefäche polieren sondern auch den Teil wo sie eingehangen werden.
Geht nicht, gibts, nicht

Schöne Grüße
Lothar
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#15
Hier habe ich mal vor einigen Jahren "Tuning"-Tipps zusammengetragen, die ich auf verschiedenen US-Internetseiten gefunden hatte ->

https://www.h0slot.eu/showthread.php?tid=5212
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#16
@ Andreas, ganz herzlichen Dank! Super Lektüre - ein Paralleluniversum tut sich auf!
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#17
Hochinteressant, Andreas. Als Gelegenheitsfahrer würde ich natürlich nicht tunen, sondern nur das Vorgefundene optimieren. Das wird spannend!

Grüße
Ulrich
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#18
Danke für diesen kondensierten Einblick, super zusammengefasst
Viele Grüße 
Dominik 

****

„Wenn ich all das Geld zurückbekäme, das ich für Slotcars ausgegeben habe, würde ich… es vermutlich wieder für Slotcars ausgeben!“ (frei nach Nick Mason, Pink Floyd-Drummer und Autosammler)
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#19
Ja, es ist alles gesagt.
Ich erlebe es aber gelegentlich, dass unter Tjet alles mögliche aufgefasst wird. Es gibt diverse Nachbauten der original Aurora T-Jets. Die als „Tjets“ zu bezeichnen, ist nicht völlig falsch, dient aber nicht der Klarheit, wenn man sich über verschiedene Leistungsniveaus wundert.
Also zuerst schauen, ist das ein original Aurora-Tjet oder ein Clone? Die da wären:
Johnny Lightning
ModelMotoring
Autoworld
Und auch Dash….
Bei den ersten Dreien wird mit einer anderen Übersetzung gefahren, die ist deutlich ‚länger‘, also schneller….
Dash hat die gleiche Übersetzung wie Aurora, aber viel stärkere Magnete. Auch JL oder AW haben stärkere Magnete und andere Anker. Das kann man nicht in einen Topf werfen. Deshalb gibt es ja auch die beiden Rennklassen T1 und T2.

Auch innerhalb der original Aurora Tjets gibt es noch ein paar unterschiedliche Ausführungen.
Tuff Ones und Wild ones: Die fahren mit 6 Ohm Anker, Tuff Ones mit kleinem Ritzel am Kronrad und die Wild Ones mit großem Ritzel am Kronrad, als hier auch lang übersetzt.
Erkennen kann man die nur durch Anker messen, und an versilberten Schleifern und Silberhaltigen Kohlen.

Und dann kommt noch die mechanische Optimierung dazu….. Kein Wunder, dass Welten zwischen „Tjets“ liegen können.

Klaus
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#20
was isn mit playin mantis ? kennt ER die nicht , die gehören an 2. stelle in der aufzählung ....
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