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Flachanker laufen nicht.
#1
Fragen eines Wiedereinsteigers:
Nachdem ich vor einiger Zeit nach Jahrzehnten wiedermal meine alten Faller AMS Teile hervorgeholt habe und inzwischen auch neue dazu kaufte (manches bleibt ja leider im Laufe der Zeit auf der Strecke), stellen sich mir einige Fragen:
Ist das richtig, das von den nachgekauften (teilweise originalverpackte NOS!) viele (ca. die Hälfte) Flachankermotoren nicht funktionieren, weil die Wicklungen Schrott/durchgebrannt sind? Meine alten Autos (Blomos und Flachanker) laufen alle, mir scheinen die Flachankermotoren extrem anfällig zu sein bzw. es wird viel verheizter Schrott angeboten. Ich habe inzwischen von 5 nachgekauften (nicht funktionierenden) Komplettchassis (1 Platine) nur das Platinenchassis mit einer Retro-Platine zum Laufen gebracht. Von den Flachankern funktioniert keiner. Sind die alle durchgebrannt?
Alles sauber gemacht, Kohle-Federn geprüft/erneuert, alte Kohlen angeschmirgelt oder neue eingebaut, Abstand der Kohlen verändert, Schleifer abgeschmirgelt, unterschiedliche Magneteinbauten vorgenommen, teilweise diese gewechselt, Elektronik-Kontaktspray benutzt, alles mit Lok-Öl säurefrei behandelt, die, wenn vorhanden, Selenplatte gewechselt, usw. usw. usw..Nichts.
Ich vermute nun zwei Möglichkeiten: Statt unzählige Flachankerchassis-Varianten zu kreieren, hätte sich Faller vielleicht seinerzeit mehr mit der Güte der Wicklungen beschäftigen sollen. Kann es sein, dass die Wicklungen (gebrochener Kupferdraht?) Schuld haben oder aber sind die Flachanker schnell durchgebrannt? Oder ist dieses runde Kondensator-Plättchen schuld? Kann es etwas bringen, dass ganze Chassis über die Nacht mal in Lokreinigungsöl zu baden (ohne Achsen und Räder)?
Mir scheinen die alten Blomos robuster zu sein, selbst in der kuriosen Platinen-Ausführung. Nur leider passen die Blomos nicht unter jede Karosserie, sonst würde ich alle auf Blomo umrüsten. Gibt es irgendwo (neue und funktionierende!) Retro-Flachanker zu erwerben?
Ich teste erst an einer 9 V Batterie und später auf meiner Teststation (4703 plus Gleichrichter 4018 12 V). Meine Rennbahn soll prinzipiell mit Gleichstrom 12 V betrieben werden, kann ich da bei allen Chassis die Selenplättchen weglassen!?
Bin kein Elektroniker, daher noch etwas zu diesem Magnet-Wahnsinn. Rot soll wohl „Plus“ und Grün „Minus“ bedeuten. Manche sind auch nur schwarz. Für mich aber stellen sich sämtliche Faller Magneten, abgesehen von eventueller Farbe, nach Versuchen gleich dar. Wie kommt es dann, dass nach Drehen oder Verändern der Position die Autos mal in die eine und mal in die andere Richtung fahren sollen(so keine Festlegung der Richtung durch das eventuell vorhandene Selenplättchen erfolgt)? Geht bei meinen aber trotzdem nicht, egal, wie ich die Magnete einbaute. Und wenn ich sie zum 30.mal auseinandernehme, die fahren nicht (ruckeln nicht mal). Kein Mucks. Da meine alten Fahrzeuge von früher und auch einige neuere alle fahren (Batterie, Teststation, Rennbahn), kann es ja wohl nicht am Saft liegen.
Heute erst wieder: Ebay-Kauf, angeblich alles durchgecheckt, nur ausgepackt, an Batterie und Testcenter gehalten (alle Richtungen), nichts. Auseinandergenommen, Magnete getauscht, geölt usw., nichts. Ist natürlich immer der Käufer „schuld“.
Weiß ein Elektronik-Spezialist vielleicht einen guten Rat? Big Grin
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#2
Tach "Namenloser" Cool
da wird bei Dir irgendwo der Wurm drinstecken.
Alle durchgebrannt kann ich mir nicht vorstellen.
Schreibe mir mal ne PN, dann sehen wir weiter
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#3
Hallo!

Einen Teil der  gestellten Fragen arbeiten wir gerade im "Wellenreiter" Thread durch, das dauert ...  Big Grin .

Zum "Durchbrennen": Ab F4 gibt es keine Selenplättchen mehr. Da muss absolut sichergestellt sein, dass Gleichstrom bei den Motoren ankommt. sonst macht es "Pitsch" und das wars, weil der Gleichstrommotor nicht weiss, wie er drehen soll, wenn er Wechselstrom bekommt.

Da wäre also zunächst mal zu prüfen, ob der steinalte 4018 funktioniert und richtig angeschlossen ist. Am Besten ist es am Anfang, für kleines Geld einen Gleichstromtrafo anzuschliessen statt modulierter Welle. Ich arbeite noch mit dem 6016 und trau mich jetzt erst an Halbwelle heran. Die Ergebnisse sind dann in oben genannter Quelle zu lesen.

Autos mit langen Standzeiten und NOS-Autos müssen gründlich gereinigt und vorbereitet werden. Christoph kann da sicherlich weiterhelfen.
Wir haben das hier auch schon einmal diskutiert: https://www.h0slot.eu/showthread.php?tid=6761

Nur Mut, Faller braucht Geduld Wink

Grüße
Ulrich
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#4
Hallo, gebe nun auch etwas von meinem Senf dazu. Wie man die Wicklungen prüft, wurde schon mehrfach beschrieben. Durchgebrannte Anker sind m.E. selten, defekte Kohlenfedern jedoch häufig. Diese stellen sozusagen sicher, dass bei Kurzschluss, Überspannung oder Motoeblockade nicht gleich der Anker durchbrennt. Die Federn glühen regelrecht aus, fallen in sich zusammen und sind zwar noch vorhanden - aber zu niedrig und ohne Federkraft. Man muss einfach genau hinsehen - das ist bei diesen Minimotoren das A und O.
Gruss Dieter

- Herz statt Kommerz -
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#5
Hallöle

Interessant wären auch Bilder worauf zu erkennen ist was das für ein Chassis ist und welche Komponenten daran verbaut sind.
Geht nicht, gibts, nicht

Schöne Grüße
Lothar
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#6
Zitat:Weiß ein Elektronik-Spezialist vielleicht einen guten Rat? [Bild: biggrin.png]


E-Mail PN Suchen 
Schritt 1: Du brauchst zwingend ein Multimeter für 10 € und musst lernen, wie man einen Anker durchmisst (ganz einfach und hier im Forum x-mal beschrieben).

Pass auf, dass nicht einer vorbeikommt und Dir alle Deine Schrottanker für kleines Geld abnimmt, denn die allgemeine Erfahrung ist die, dass über 95 % laufen.
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#7
Hallo Fallerdrifter,

bei den vielen Baustellen wäre ein Wohnort nicht verkehrt.
Vielleicht kann jemand, unter Einhaltung der Pandemie-Regeln, direkt vor Ort weiterhelfen.

Martin
Leistung ist, wenn sich die Felge im Gummi dreht!
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#8
(15-01-2021, 21:24)Fallerdrifter schrieb:
Weiß ein Elektronik-Spezialist vielleicht einen guten Rat? Big Grin

Für die Flachankerchassis braucht man kaum "Elektronik"-Kenntnisse. Ein bisschen Verständnis dafür, wie der Strom seinen Weg von den Schleifern zum Kollektor findet, reicht aus.
Wenn der Motor sich nicht dreht, ist zum überwiegenden Teil ein Kontaktproblem die Ursache. Irgendwo ist der Stromkreis offen. Ursache dafür sind fehlende Teile oder Korrosion/Oxidation.

In seltenen Fällen ist es eine durchgebrannte Wicklung des Ankers, die sich aber leicht feststellen lässt.

Das Thema ist wiederholt im Forum erklärt worden. Benutz' die Suchfunktion und lies/arbeite dich in Ruhe ein. Das Wissen kommt mit der Zeit.

Markus
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#9
Hallo, ich möchte beim Thema Flachanker Wicklungen testen einhaken. Ich nehme an alle 3 Wicklungen müssen den gleichen Widerstand aufweisen, korrekt? Ich habe einen Motor wo eine Wicklung den doppelten Widerstand der anderen beiden aufweist - das ist doch kaum erklärbar oder? Es sollte doch entweder 0 oder unterbrochen sein?
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#10
Zitat:Vielleicht kann jemand, unter Einhaltung der Pandemie-Regeln, direkt vor Ort weiterhelfen.

Nutzen wir hier eigentlich ab und zu die modernen Kommunikationstools? Ich habe gestern Abend erstmals einen Whatsapp-Videoanruf genutzt, um einen zickigen Polizei-Käfer aus Ebay zum Laufen zu bringen. Es war sehr amüsant und hat ein wenig länger gedauert als Vorort aber er läuft wieder.

Ursachen: ein wenig Ölmangel, Bügel zwischen Selenplatte und hinterem Kontaktbügel nicht richtig positioniert und zu allerletzt noch ZU KLEINE Silikonreifen. Das Chassis setzte hinten auf der Getriebewanne auf, Hinterräder und tw. Schleifer in der Luft.

Das ging trotz typisch "made in Germany" Internet recht gut und hat sogar Spaß gemacht.

Beruflich arbeite ich mit Webex, Teams, Gotomeeting, Zoom etc. und kann mir bei vielen Anlässen gar nicht mehr vorstellen, dafür zu Reisen.
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#11
Hallo Wolfgang,
ja, meist liegen die Werte auf allen etwa gleich.
Und das sind in der Regel Werte um und bei 15 bis 18 Ohm.
Ist da eine große Differenz, dann isser hin.
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#12
Welche Werte misst Du denn und wie läuft er?
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#13
Hallo Leute, 
zunächst mal vielen Dank für die vielen Antworten. Ich heiße Frank und komme aus Berlin. Das mit dem Multimeter muss ich mir mal ansehen, wie es geht, ich habe einen, mit dem ich bisher nur die Spannung geprüft habe. Bin wie gesagt Elektronik-Laie, auch, wenn es mir vor einiger Zeit mal gelang, eine analoge Fleischmann 03 mit einem ESU-Decoder zu digitalisieren (mit allerdings überragender Bauanleitung). Ich habe vor einiger Zeit mal zwei sündhaft teure NOS (Fiat und Citroën) Bausätze erworben, beide Chassis gleich, der eine Flachanker lief nie, der andere immer. Das ist eines von den 4 defekten Chassis. Ich stelle heute Abend mal Fotos der vier defekten Chassis und des einen Platinen-Blomos, den ich wieder zum Laufen brachte, ein. 
VG Frank Smile
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#14
@ Wolfgangh
Wenn eine Wicklung hochohmig ist, misst du den Widerstand der in Serie geschalteten beiden anderen Spulen. Das sieht danach aus.

Viele Grüße
Finbar
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#15
@Fallerdrifter:

Stell Dein Messgerät auf Ohm (0-200) und lege dann immer eine Messspitze auf je ein benachbartes Kupferfeld des Flachankers. Wenn bei allen drei möglichen Messungen der gleiche Wert von ca. 20 Ohm angezeigt wird, ist der Anker o.k.
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#16
(16-01-2021, 17:35)finbar schrieb: @ Wolfgangh
Wenn eine Wicklung hochohmig ist, misst du den Widerstand der in Serie geschalteten beiden anderen Spulen. Das sieht danach aus.

Viele Grüße
Finbar

Ich messe 2x 31 Ohm, 1x 62 Ohm. Die Wicklungen sind gold/ rot/ grün, das Chassis ist in einem Jaguar E verbaut, mit dem quadratischen Selenplättchen oben auf der Ankerplatte


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#17
Interessant, hatte ich noch nie, wie läuft er denn?
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#18
Derzeit gar nicht, ich muß erst die Kohlen tauschen, Federn erneuern etc. Ich werde berichten.
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#19
Das ist aber ein ziemlich hochohmiger Anker. Alle meine Faller Anker haben 18 bis 20 Ohm.

Markus
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#20
Also ich hab das Chassis jetzt mit neuen Kohlefedern und Kohlen zusammengebaut, der Motor löuft meist gar nicht an, manchmal mit einem Schubs dreht er für einige Sekunden (eher langsam). Ich habe 9V direkt an die Kontakte unter den Kohlen angelegt um die Schleifer etc als Fehlerquelle auszuschalten.
Ich kann mir nicht erklären wie Wicklungen höherohmig werden, entweder sie müßten unterbrochen sein oder einen Kurzschluß bilden.


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