01-08-2006, 22:40
hallo ihr alchemisten und druiden !
vielleicht wissen einige von euch, das ich auch in anderen masstäben unterwegs bin. da lernt man ähnlich viele mittelchen und geheimrezepte kennen wie im mittelalter als noch versucht wurde, aus blei gold zu machen. die ergebnisse sind ähnlich.
wer einen gut laufenden motor haben will, sollte sich durch SELEKTION einen suchen, denn es wird nicht gelingen, aus sch..... bonbons zu machen oder aus blei gold. das ist leider so.
da die motoren in 1:24 und in 1:32 einzeln erhältlich und "nicht zu teuer" sind, kauft man sich mehrere je nach geldbeutel und testet. dazu braucht es zuerst mal ein gutes gehör. je lauter ein motor läuft und je mehr er beim laufen ohne last vibriert, desdo weniger ist er geeignet. die erreichte frequenz könnte ein mass sein, sagt aber leider nichts aus über das drehmoment. wenn allerdings die motoren "von der stange" kommen, sollten die meisten parameter aber zumindest ähnlich sein. dann könnte man DEN motor auswählen, der am höchsten dreht, OHNE dabei zu laut zu sein. laut bedeutet meist nur verlust. warum ölt man die lager!?
ach ja, öl! NEUE motoren werden selbstverständlich VOR den tests leicht geölt. läuft aber (zu viel) lageröl auf den kollektor, kostet das leistung.
alte, teilwese verölte und/oder sonst verdreckte motoren kann man in pril- oder spüli-wasser im ultraschallbad reinigen. aber achtung, nicht zu lange baden! es versteht sich von selbst, das die so behandelten motoren nach dem schaumbad gründlich mit leitungswasser ausgespült und noch gründlicher getrocknet werden MÜSSEN. und auch hier gilt: du kannst nicht aus sch..... bonbon machen. man kann lediglich den optimalzustand wiederherstellen.
wer neue motoren schon mal unter wasser oder 70-90%igem isopropanol hat einlaufen lassen, erreicht damit nur, das sich die kollektorkohlen an den kollektor anpassen, ohne funken zu schlagen. das bringt besseren stromfluss. allerdings erreicht man das im fahrbetrieb auch. wenn dann der motor leistung verliert, kann man ihn reinigen, indem man den kollektor reinigt ODER den zu bearbeitenden motor rein mechanisch, also ohne strom drehen lässt. auch dann schleifen sich die "schweisspunkte" wieder vom kollektor ab. eine halbe bis ganze stunde reicht. (ich frage mich nur, was das einlaufen bei flachanker-motoren mit flachen kohlen bringen soll!)
flachanker kann man allerdings gut auseinandernehmen, um sie zu reinigen. die kollektoren lassen sich mit wattestäbchen oder radiergummis hervorragend reinigen, OHNE die oberfläche komplett abzutragen.
aber WAS soll das alles bringen, wenn man nicht an ALLEN stellen nach schmutz sucht? da gibt es in allen motoren verborgene stellen, in denen sich abrieb, öl und bahnstaub zu für unsere heissgeliebten elektronen UNüberwindlichen hindernissen verklumpt. habt ihr mal an den stellen nachgesehen, wo schleifer an oder in blechen sich bewegen? oder bewegen SOLLTEN. da sammeln sich manche abraumhalden an. auch die kann man mit lösungsmitteln entfernen, aber manchmal ist es besser, gleich eine bürste zu nehmen. NEIN, nicht die bürste, mit der ihr bei der bw die sohlen eurer stiefel nach einem marsch durch feuchte wiesen gereinigt habt! zu diesem zweck hält euer apotheker zahnZWISCHENRAUM-bürsten bereit. fest genug, klein genug UND weich genug, um das zahnfleisch nicht zu verletzen. somit eignen sich solche bürsten hervorragend für alle lager, winkel und ecken an unseren autos, wo man sonst nicht hinkommt.
lösungsmittel. es gibt grundsätzlich 2 verschiedene arten, hydrophile also wasser und alkohol und die grosse gruppe der lipophilen wie aceton, benzin und so weiter. ACHTUNG! manche dieser lösungsmittel können die nichtleitenden lacke der ankerwicklungen an- oder auflösen und/oder damit reagieren bzw. dieses mit klebern tun, welche im motor verwendung finden. was hat man davon, wenn der elastische kleber an irgendeiner stelle hart und spröde wird? also VORSICHT bei verwendung von lösungsmitteln! noch viel gefährlicher (und manchmal blödsinn) ist die verwendung von laugen, säuren, oxidationsmitteln in hydrophilen lösungen, also im wasser. meistens ätzen diese zusätze lediglich die metallteile weg und die eben meist lipophilen ablagerungen bleiben wie zum hohn erhalten. sehr leicht löslich selbst in verdünnten säuren sind zum beispiel lötstellen. also wer salzsäure, schwefelsäure oder ähnliches benutzt, wird sich sicherlich an seinen leisen motoren erfreuen können.
wer also einen guten motor sucht, dem hilft nur die statistik. wer 2 motörchen hat, wird eher selten ein juwel erhalten. bei 10 exemplaren der selben gattung ist die wahrscheinlichkeit schon ungleich grösser. ich kenne einen, der hat sich mal 20 rennmotoren in den USA gekauft, um sie alle zu testen, 2 oder 3 zu behalten und die 17 anderen an seine gegner zu verkaufen. ein motor zu 400,- DM war das damals. der mann ist dann aber auch in 1:24 flexicar weltmeister geworden. wer´s braucht.
also bitte, nicht die gefährlichsten lösungsmittel oder geheimrezepte bringen es! aus dem fundus der eigenen sammlung das beste heraussuchen. und ich glaube kaum, das irgendeiner von uns den unterschied der wirklich besten motoren auf einer bahn herausfinden kann, deren längste gerade weniger als 2 meter hat. das herausfinden gelingt vielleicht auf bahnen, wo die geraden durchschnittlich 5 meter haben. oftmals ist man mit einem "langsameren" aber eben noch beherrschbaren motor doch schneller als mit einer unberechenbaren "zicke". euer "giftmischer" die rennkugel
hans
vielleicht wissen einige von euch, das ich auch in anderen masstäben unterwegs bin. da lernt man ähnlich viele mittelchen und geheimrezepte kennen wie im mittelalter als noch versucht wurde, aus blei gold zu machen. die ergebnisse sind ähnlich.
wer einen gut laufenden motor haben will, sollte sich durch SELEKTION einen suchen, denn es wird nicht gelingen, aus sch..... bonbons zu machen oder aus blei gold. das ist leider so.
da die motoren in 1:24 und in 1:32 einzeln erhältlich und "nicht zu teuer" sind, kauft man sich mehrere je nach geldbeutel und testet. dazu braucht es zuerst mal ein gutes gehör. je lauter ein motor läuft und je mehr er beim laufen ohne last vibriert, desdo weniger ist er geeignet. die erreichte frequenz könnte ein mass sein, sagt aber leider nichts aus über das drehmoment. wenn allerdings die motoren "von der stange" kommen, sollten die meisten parameter aber zumindest ähnlich sein. dann könnte man DEN motor auswählen, der am höchsten dreht, OHNE dabei zu laut zu sein. laut bedeutet meist nur verlust. warum ölt man die lager!?
ach ja, öl! NEUE motoren werden selbstverständlich VOR den tests leicht geölt. läuft aber (zu viel) lageröl auf den kollektor, kostet das leistung.
alte, teilwese verölte und/oder sonst verdreckte motoren kann man in pril- oder spüli-wasser im ultraschallbad reinigen. aber achtung, nicht zu lange baden! es versteht sich von selbst, das die so behandelten motoren nach dem schaumbad gründlich mit leitungswasser ausgespült und noch gründlicher getrocknet werden MÜSSEN. und auch hier gilt: du kannst nicht aus sch..... bonbon machen. man kann lediglich den optimalzustand wiederherstellen.
wer neue motoren schon mal unter wasser oder 70-90%igem isopropanol hat einlaufen lassen, erreicht damit nur, das sich die kollektorkohlen an den kollektor anpassen, ohne funken zu schlagen. das bringt besseren stromfluss. allerdings erreicht man das im fahrbetrieb auch. wenn dann der motor leistung verliert, kann man ihn reinigen, indem man den kollektor reinigt ODER den zu bearbeitenden motor rein mechanisch, also ohne strom drehen lässt. auch dann schleifen sich die "schweisspunkte" wieder vom kollektor ab. eine halbe bis ganze stunde reicht. (ich frage mich nur, was das einlaufen bei flachanker-motoren mit flachen kohlen bringen soll!)
flachanker kann man allerdings gut auseinandernehmen, um sie zu reinigen. die kollektoren lassen sich mit wattestäbchen oder radiergummis hervorragend reinigen, OHNE die oberfläche komplett abzutragen.
aber WAS soll das alles bringen, wenn man nicht an ALLEN stellen nach schmutz sucht? da gibt es in allen motoren verborgene stellen, in denen sich abrieb, öl und bahnstaub zu für unsere heissgeliebten elektronen UNüberwindlichen hindernissen verklumpt. habt ihr mal an den stellen nachgesehen, wo schleifer an oder in blechen sich bewegen? oder bewegen SOLLTEN. da sammeln sich manche abraumhalden an. auch die kann man mit lösungsmitteln entfernen, aber manchmal ist es besser, gleich eine bürste zu nehmen. NEIN, nicht die bürste, mit der ihr bei der bw die sohlen eurer stiefel nach einem marsch durch feuchte wiesen gereinigt habt! zu diesem zweck hält euer apotheker zahnZWISCHENRAUM-bürsten bereit. fest genug, klein genug UND weich genug, um das zahnfleisch nicht zu verletzen. somit eignen sich solche bürsten hervorragend für alle lager, winkel und ecken an unseren autos, wo man sonst nicht hinkommt.
lösungsmittel. es gibt grundsätzlich 2 verschiedene arten, hydrophile also wasser und alkohol und die grosse gruppe der lipophilen wie aceton, benzin und so weiter. ACHTUNG! manche dieser lösungsmittel können die nichtleitenden lacke der ankerwicklungen an- oder auflösen und/oder damit reagieren bzw. dieses mit klebern tun, welche im motor verwendung finden. was hat man davon, wenn der elastische kleber an irgendeiner stelle hart und spröde wird? also VORSICHT bei verwendung von lösungsmitteln! noch viel gefährlicher (und manchmal blödsinn) ist die verwendung von laugen, säuren, oxidationsmitteln in hydrophilen lösungen, also im wasser. meistens ätzen diese zusätze lediglich die metallteile weg und die eben meist lipophilen ablagerungen bleiben wie zum hohn erhalten. sehr leicht löslich selbst in verdünnten säuren sind zum beispiel lötstellen. also wer salzsäure, schwefelsäure oder ähnliches benutzt, wird sich sicherlich an seinen leisen motoren erfreuen können.
wer also einen guten motor sucht, dem hilft nur die statistik. wer 2 motörchen hat, wird eher selten ein juwel erhalten. bei 10 exemplaren der selben gattung ist die wahrscheinlichkeit schon ungleich grösser. ich kenne einen, der hat sich mal 20 rennmotoren in den USA gekauft, um sie alle zu testen, 2 oder 3 zu behalten und die 17 anderen an seine gegner zu verkaufen. ein motor zu 400,- DM war das damals. der mann ist dann aber auch in 1:24 flexicar weltmeister geworden. wer´s braucht.
also bitte, nicht die gefährlichsten lösungsmittel oder geheimrezepte bringen es! aus dem fundus der eigenen sammlung das beste heraussuchen. und ich glaube kaum, das irgendeiner von uns den unterschied der wirklich besten motoren auf einer bahn herausfinden kann, deren längste gerade weniger als 2 meter hat. das herausfinden gelingt vielleicht auf bahnen, wo die geraden durchschnittlich 5 meter haben. oftmals ist man mit einem "langsameren" aber eben noch beherrschbaren motor doch schneller als mit einer unberechenbaren "zicke". euer "giftmischer" die rennkugel
hans
Die Menschen hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden,
die Menschen werden alt, weil sie aufhören zu spielen.
die Menschen werden alt, weil sie aufhören zu spielen.

