11-01-2021, 11:42
Schönen guten Morgen,
wusste ich es doch: Der Fritz hat mich wirklich gleich wiedererkannt. ;-)
Freut mich, dass es wirklich Interesse an digitalen 1:64 Rennern gibt.
Ich versuche mal eure ganzen Fragen der Reihenfolge nach zu beantworten.
„Wie fahren sich die kleinen auf der C-Schiene?“
Aufgrund der Tatsache, dass die Leiter breiter sind, wirken die Magnete stärker. Ich hatte versuchsweise einen Tomy G+ digitalisiert. Die Haftung ist allerdings schon mit Werksmagneten so stark, dass er nur in den K1 abfliegt. Ab K2 geht alles voll – bei 16 Volt!
Aus diesem Grund habe ich dieses Wochenende nochmal einen Mega G+ digitalisiert und ihm einen stärkeren Motor spendiert. Jetzt lässt sich mit diesem kleinen Monster auch K4 nicht mehr Vollgas fahren. (Siehe Fotos)
Zum direkten Vergleich mit 1:32: Ich habe einen NSR Mosler digitalisiert und sogar mit 2(!) Haftmagneten versehen. Selbst in dieser Konfiguration sieht der Mosler gegen einen Mega G+ out oft he box kein Land.
„der mit den Messinggewichten“
Nein der bin ich nicht. Als ich noch in München gewohnt habe, bin ich oft mit Fritz gefahren. Ich war damals der absolute Fan der Tyco-U-Turn-Chassis.
Ich habe mal eine D132-Weiche fotografiert. Auf dem Fotos sieht man, dass die Weiche über eine Länge von 2 Standardgeraden geht – macht also 69 cm. Auf dem Foto seht ihr auch den Vergleich zwischen 1:24 und 1:64.
Jeder Decoder verfügt über eine Diode. Diese Diode kommuniziert mit der Diode in der Weiche (der schwarze Punkt in der Großaufnahme). Durch Drücken der Weichentaste am Controller bekommt die Weiche den Befehl zum Schalten – das Auto wechselt (selbst mit den neuen Monster-Motor funktioniert das ohne Probleme). Sobald das Auto die Spur gewechselt hat, wird die Weiche wieder mechanisch geschlossen.
Das ist auch der Grund, warum die D143-Weichen nicht zu gebrauchen sind: D143-Weichen bleiben offen, bis das nächste Auto kommt – und sie über den D143-Decoder wieder schließt. Aber eben nur mit den D-143-Decodern – alle anderen Decoder können die D143-Weiche nur öffnen – nicht mehr schließen.
Ich habe auch mit den D143-Decodern experimentiert, bin aber zu dem Schluss gekommen, dass sie wirklich nur Spielzeug sind: Die haben keine Bremse, die Geschwindigkeit kann nicht über die CU geregelt werden, es gibt keine Ghostcar- und keine Tank-Funktion, die Anschlüsse für das Licht fehlen, etc. Abgesehen davon sind sie für die meisten 1:64 zu groß bzw. durch die fest verbaute Diode unbrauchbar.
Zur Fehleranfälligkeit: Es kommt immer wieder vor, dass mein über eine Weiche fährt – und trotz Wechselbefehl nicht wechselt. Das kann allerdings viele Gründe habe: Vom Auto, dass noch im Drift ist, über eine Weichentaste, die zu früh losgelassen wurde bis hin zu einer staubigen Diode ist alles dabei. Von den Systemen die ich kenne (D124/D132, Scorpius, slot.it, Scalex, Ninco) funktioniert das D124/D132-System allerdings am zuverlässigsten.
Zur Anzahl der Autos: Grundsätzlich ist die Anzahl eigentlich nur durch den Strom beschränkt. Eine "normale" CU zum Steuern der Bahn verträgt bis zu 7Amp (manchmal auch etwas mehr). Wenn man die CU modifiziert (wir fahren auf einer großen Bahn mit bis zu 30Amp) können natürlich auch entsprechend mehr Autos fahren. In so einer Konfiguration sind wir öfters D124-Rennen mit 6 Fahrern und 3 Ghostcars gefahren. Klingt jetzt nicht besonders viel: Wir reden hier aber von schweren, getunten 1:24-Autos mit 30-Bison-Motoren. Ich bin in so einer Konfiguration allein schon mal gegen 15 D-132-Ghostcars gefahren. Daher denke ich dass neben der limitierten Anzahl von 6 Fahrern sicherlich noch 10 - 15 1:64-Ghostcars auf der Strecke sein könnten. ABER: Das muss dann eine sehr große Strecke sein. Ich empfehle pro Auto auf der Strecke mindestens 2 Meter Bahn - wenn möglich sogar mehr.
Zu Fritz „Hast die Leitkiele selbst geschnitzt“.
Das sind die von dir angesprochenen Slide Guides aus den USA. Ich bin damit auch nicht besonders glücklich. Darum habe ich unter meinen letzten Umbau Original-Carrera-Schleifer verbaut und den Original-Pin einfach verlängert. (Siehe Fotos vom Audi).
Ja – hast Recht: Jetzt habe ich wirklich das schon lange geplante Projekt umgesetzt. Allerdings wäre es nicht viel früher gegangen: Die Kombination aus niedrig und schmalen bauenden Chassis (Mega G+) und kleinen Decodern gibt es ja noch nicht allzu lange.
Viele Grüße
Christian
wusste ich es doch: Der Fritz hat mich wirklich gleich wiedererkannt. ;-)
Freut mich, dass es wirklich Interesse an digitalen 1:64 Rennern gibt.
Ich versuche mal eure ganzen Fragen der Reihenfolge nach zu beantworten.
„Wie fahren sich die kleinen auf der C-Schiene?“
Aufgrund der Tatsache, dass die Leiter breiter sind, wirken die Magnete stärker. Ich hatte versuchsweise einen Tomy G+ digitalisiert. Die Haftung ist allerdings schon mit Werksmagneten so stark, dass er nur in den K1 abfliegt. Ab K2 geht alles voll – bei 16 Volt!
Aus diesem Grund habe ich dieses Wochenende nochmal einen Mega G+ digitalisiert und ihm einen stärkeren Motor spendiert. Jetzt lässt sich mit diesem kleinen Monster auch K4 nicht mehr Vollgas fahren. (Siehe Fotos)
Zum direkten Vergleich mit 1:32: Ich habe einen NSR Mosler digitalisiert und sogar mit 2(!) Haftmagneten versehen. Selbst in dieser Konfiguration sieht der Mosler gegen einen Mega G+ out oft he box kein Land.
„der mit den Messinggewichten“
Nein der bin ich nicht. Als ich noch in München gewohnt habe, bin ich oft mit Fritz gefahren. Ich war damals der absolute Fan der Tyco-U-Turn-Chassis.
Ich habe mal eine D132-Weiche fotografiert. Auf dem Fotos sieht man, dass die Weiche über eine Länge von 2 Standardgeraden geht – macht also 69 cm. Auf dem Foto seht ihr auch den Vergleich zwischen 1:24 und 1:64.
Jeder Decoder verfügt über eine Diode. Diese Diode kommuniziert mit der Diode in der Weiche (der schwarze Punkt in der Großaufnahme). Durch Drücken der Weichentaste am Controller bekommt die Weiche den Befehl zum Schalten – das Auto wechselt (selbst mit den neuen Monster-Motor funktioniert das ohne Probleme). Sobald das Auto die Spur gewechselt hat, wird die Weiche wieder mechanisch geschlossen.
Das ist auch der Grund, warum die D143-Weichen nicht zu gebrauchen sind: D143-Weichen bleiben offen, bis das nächste Auto kommt – und sie über den D143-Decoder wieder schließt. Aber eben nur mit den D-143-Decodern – alle anderen Decoder können die D143-Weiche nur öffnen – nicht mehr schließen.
Ich habe auch mit den D143-Decodern experimentiert, bin aber zu dem Schluss gekommen, dass sie wirklich nur Spielzeug sind: Die haben keine Bremse, die Geschwindigkeit kann nicht über die CU geregelt werden, es gibt keine Ghostcar- und keine Tank-Funktion, die Anschlüsse für das Licht fehlen, etc. Abgesehen davon sind sie für die meisten 1:64 zu groß bzw. durch die fest verbaute Diode unbrauchbar.
Zur Fehleranfälligkeit: Es kommt immer wieder vor, dass mein über eine Weiche fährt – und trotz Wechselbefehl nicht wechselt. Das kann allerdings viele Gründe habe: Vom Auto, dass noch im Drift ist, über eine Weichentaste, die zu früh losgelassen wurde bis hin zu einer staubigen Diode ist alles dabei. Von den Systemen die ich kenne (D124/D132, Scorpius, slot.it, Scalex, Ninco) funktioniert das D124/D132-System allerdings am zuverlässigsten.
Zur Anzahl der Autos: Grundsätzlich ist die Anzahl eigentlich nur durch den Strom beschränkt. Eine "normale" CU zum Steuern der Bahn verträgt bis zu 7Amp (manchmal auch etwas mehr). Wenn man die CU modifiziert (wir fahren auf einer großen Bahn mit bis zu 30Amp) können natürlich auch entsprechend mehr Autos fahren. In so einer Konfiguration sind wir öfters D124-Rennen mit 6 Fahrern und 3 Ghostcars gefahren. Klingt jetzt nicht besonders viel: Wir reden hier aber von schweren, getunten 1:24-Autos mit 30-Bison-Motoren. Ich bin in so einer Konfiguration allein schon mal gegen 15 D-132-Ghostcars gefahren. Daher denke ich dass neben der limitierten Anzahl von 6 Fahrern sicherlich noch 10 - 15 1:64-Ghostcars auf der Strecke sein könnten. ABER: Das muss dann eine sehr große Strecke sein. Ich empfehle pro Auto auf der Strecke mindestens 2 Meter Bahn - wenn möglich sogar mehr.
Zu Fritz „Hast die Leitkiele selbst geschnitzt“.
Das sind die von dir angesprochenen Slide Guides aus den USA. Ich bin damit auch nicht besonders glücklich. Darum habe ich unter meinen letzten Umbau Original-Carrera-Schleifer verbaut und den Original-Pin einfach verlängert. (Siehe Fotos vom Audi).
Ja – hast Recht: Jetzt habe ich wirklich das schon lange geplante Projekt umgesetzt. Allerdings wäre es nicht viel früher gegangen: Die Kombination aus niedrig und schmalen bauenden Chassis (Mega G+) und kleinen Decodern gibt es ja noch nicht allzu lange.
Viele Grüße
Christian

