Hallo Jungs,
Resiner, Scratchbuilder und Selberbauer von Slotcars
Eigene vorbildgetreue Modelle außerhalb der käuflichen Serienmodelle zu realisieren macht jede Menge Spass.
Aber es gibt auch die eine oder andere Hürde zu meistern, bevor dann das Endergebnis endlich da steht. Zum Einen braucht es gute Resine-Abgüsse + die Master-Modelle dafür, und zum Anderen solche Chassis, die dann darunter passen.
Vor diesem Hintergrund haben wir, struperslot und ich, überlegt, wie wir da hinsichtlich neuer Eigenbau-Modelle uns ergänzen und etwas zusammen auf die Beine stellen könnten.
Wie schon am Beispiel des schönen Jaguar Lightweight, den ja einige aus dem Forum von struperslot bereits haben, macht er auch weiter tolle Resine-Abgüsse.
Allerdings passt manchmal bezüglich der Achsabstände keines der marktgängigen Chassis, aber da kann man sich dann relativ einfach selber weiterhelfen.
Ein paar Fotos von struperslots aktuellen Abgüssen:
Erstes + zweites Bild, vorn links ein McLaren M6A CanAm, daneben ein Porsche 910. In der Reihe dahinter Porsche, Cheetah, Triumpf, Jaguar, Corvette und BMW, im Hintergrund ein Simca Rally 2
Der Simca Rally 2 hat Verbreiterungen nach Simca-Bergrennversionen-Art bekommen, hier im Foto ein noch unfertiges aber schon chrasherprobtes Master-Vorserienmuster auf Mega G+ Chassis, (der gleiche Fahrer fuhr auch schon die Aachener Printe
).
Den Simca hat struperslot auch noch in der normalen schmalen Simca 1000 Variante.
Für alle, die ihren Fahrzeugpool in dieser Richtung gerne erweitern möchten:
Da man sich mit Freihand-Vorderachsloch-Bohrversuchen schnell mal ein Chassis verhunzen kann (läuft hinterher auf 3 Rädern oder will im Kreis fahren), ist nach diversen Überlegungen und Versuchen, mittels einer Bohrhilfe/Bohrschablone eine einfache, praktikable und reproduzierbare Lösung zur Eigenumbau-Achsabstands-Erweiterung an unseren (Magneter)-Chassis herausgekommen.
Als Beispiel ein schmales Tyco-440x2-Chassis, das zwar nur eine Minimal-Chance für eine Radstand-Variante bietet, aber es geht selbst hier.
In den Fotos zu sehen, die Verlängerung eines 38mm-Tyco 440x2 narrow, eine Radstandsverlängerung auf wahlweise 40mm oder falls nötig auf max. 40,3mm wie in diesem Fall. Die Bohrlochhöhe ist wie die Original-Lochhöhe bei diesem Chassis ab untere Innenkante T-Profil 4,0mm. Und der alte Chassis-Radstand bleibt jederzeit rückrüstbar.
Achsbohrung rechts (man braucht dazu nicht einmal die Schleifer abbauen) Achsbohrung links (mit der gleichen Bohrschablone)
Mit dieser einfachen Methode sind bei einem Großteil unserer Slotcars ergänzende Vorderachs-Bohrungen möglich, wie z. B. bei:
Tomy SG+, kurze und lange SRT-Version + Turbo
Tyco 440x2, 440x, (jeweils schmale und breite Version) und HP7
Micro Scalextric
Bei allen diesen Modellen sind zumindest ein, bei einigen Modellen sogar zwei zusätzliche Achsabstände machbar, um so unter eine größere Anzahl von Resine-Abgüssen zu passen.
Evtl. störende kleine „Knotenblech“-Versteifungen im inneren Bereich der Vorderachs-Bohrungsaufnahme-Stege können vorher ggf. (nach meinen Erfahrungen) problemlos und ohne dadurch entstehende Festigkeitsmängel weggefräst werden.
Zum Umbau wird als Bohrschablone lediglich jeweils ein kurzes Stück Alu-T-Profil 11,5x11,5x1,5mm (Baumarkt) benötigt, an den je nach Chassis verschieden möglichen Positionen gebohrt. So erhält man für den Fall der Fälle, in der Summe der unterschiedlichen Chassis, eine ganze Reihe von zusätzlichen Radständen!
Ein T-Profil ist in sofern ideal, weil man die einmal gebohrten Löcher beidseitig zum chassisbohren nutzen kann. Durch die Verwendung einer losen 1,2mm Achse (oder 1,2mm Stahldraht) zur Positionierung (in die Original-Achsbohrung gesteckt) sind die Achsabstände links wie rechts immer automatisch gleich.
Der Vorteil bei dieser Vorgehensweise, falls die Bohrlochhöhe in der Schablone nicht auf das Zehntelmillimeter genau gelingt, bleibt sie doch links wie rechts gleich, und wenn es mehr als ein paar Zehntel werden... kann man sich immer noch, je nachdem, mit etwas kleineren oder größeren Vorderreifen helfen, oder einfach schnell mal eine neue, bessere Schablone bauen.
Bezüglich Geradeauslauf-Genauigkeit justiert/orientiert sich die Bohrschablone an der vorhandenen Vorderachsbohrung und schafft damit zwangsweise eine ziemlich gute Genauigkeit.
Und wenn man etwas Gefühl für das winklige Freihandbohren hat, braucht man für diesen Achsbohrungs-Vorgang mit Hilfe der Bohrschablone, wie in den Fotos gezeigt, keinen Bohrständer. Einfach das Chassis auf den unteren Alu-Schenkel und seitlich an den senkrechten Schenkel drücken und mit 1,2er Bohrer bohren.
Die notwendigen Bohrer: 1,2/1,3/1,4mm (falls das Loch, je nach Achse, mit 1,3 noch nicht leichtgängig genug ist, mit dem 1,4er und langsamer Drehzahl nachbohren). Günstige Kleinstbohrer-Sets hatten wir hier im H0-Forum unter Werkzeug schon einmal behandelt.
Ein Problem beim Bohren von Alu, die Bohrer setzen sich gerne mit Spänen zu.
Damit die Bohrschablone dann nicht durch verlaufende Bohrer ungenau wird, verwende ich zum Bohren in Alu ein Bohrschneidöl-Spray (mit Petroleum soll´s wohl auch gehen).
Gegen die Bohrerschneide verstopfende Späne hilft es auch, mit weniger Druck zu bohren, den Druck auch immer wieder zu unterbrechen um so die Späne abzuschneiden, damit sich so keine langen verklemmenden Späne bilden können.
Für die Tomy 1,7“-Mega G+ haben wir eine spezielle U-Profil-Einbauadapter Lösung gefunden, die 4 weitere Achsabstands-Varianten ermöglicht.
Allerdings ist der Aufwand für diese Bohrschablone erheblich umfangreicher. Dazu in Kürze ein bebilderter Nachtrag.
LG
Hebi
Resiner, Scratchbuilder und Selberbauer von Slotcars
Eigene vorbildgetreue Modelle außerhalb der käuflichen Serienmodelle zu realisieren macht jede Menge Spass.
Aber es gibt auch die eine oder andere Hürde zu meistern, bevor dann das Endergebnis endlich da steht. Zum Einen braucht es gute Resine-Abgüsse + die Master-Modelle dafür, und zum Anderen solche Chassis, die dann darunter passen.
Vor diesem Hintergrund haben wir, struperslot und ich, überlegt, wie wir da hinsichtlich neuer Eigenbau-Modelle uns ergänzen und etwas zusammen auf die Beine stellen könnten.
Wie schon am Beispiel des schönen Jaguar Lightweight, den ja einige aus dem Forum von struperslot bereits haben, macht er auch weiter tolle Resine-Abgüsse.
Allerdings passt manchmal bezüglich der Achsabstände keines der marktgängigen Chassis, aber da kann man sich dann relativ einfach selber weiterhelfen.
Ein paar Fotos von struperslots aktuellen Abgüssen:
Erstes + zweites Bild, vorn links ein McLaren M6A CanAm, daneben ein Porsche 910. In der Reihe dahinter Porsche, Cheetah, Triumpf, Jaguar, Corvette und BMW, im Hintergrund ein Simca Rally 2
Der Simca Rally 2 hat Verbreiterungen nach Simca-Bergrennversionen-Art bekommen, hier im Foto ein noch unfertiges aber schon chrasherprobtes Master-Vorserienmuster auf Mega G+ Chassis, (der gleiche Fahrer fuhr auch schon die Aachener Printe
Den Simca hat struperslot auch noch in der normalen schmalen Simca 1000 Variante.
Für alle, die ihren Fahrzeugpool in dieser Richtung gerne erweitern möchten:
Da man sich mit Freihand-Vorderachsloch-Bohrversuchen schnell mal ein Chassis verhunzen kann (läuft hinterher auf 3 Rädern oder will im Kreis fahren), ist nach diversen Überlegungen und Versuchen, mittels einer Bohrhilfe/Bohrschablone eine einfache, praktikable und reproduzierbare Lösung zur Eigenumbau-Achsabstands-Erweiterung an unseren (Magneter)-Chassis herausgekommen.
Als Beispiel ein schmales Tyco-440x2-Chassis, das zwar nur eine Minimal-Chance für eine Radstand-Variante bietet, aber es geht selbst hier.
In den Fotos zu sehen, die Verlängerung eines 38mm-Tyco 440x2 narrow, eine Radstandsverlängerung auf wahlweise 40mm oder falls nötig auf max. 40,3mm wie in diesem Fall. Die Bohrlochhöhe ist wie die Original-Lochhöhe bei diesem Chassis ab untere Innenkante T-Profil 4,0mm. Und der alte Chassis-Radstand bleibt jederzeit rückrüstbar.
Achsbohrung rechts (man braucht dazu nicht einmal die Schleifer abbauen) Achsbohrung links (mit der gleichen Bohrschablone)
Mit dieser einfachen Methode sind bei einem Großteil unserer Slotcars ergänzende Vorderachs-Bohrungen möglich, wie z. B. bei:
Tomy SG+, kurze und lange SRT-Version + Turbo
Tyco 440x2, 440x, (jeweils schmale und breite Version) und HP7
Micro Scalextric
Bei allen diesen Modellen sind zumindest ein, bei einigen Modellen sogar zwei zusätzliche Achsabstände machbar, um so unter eine größere Anzahl von Resine-Abgüssen zu passen.
Evtl. störende kleine „Knotenblech“-Versteifungen im inneren Bereich der Vorderachs-Bohrungsaufnahme-Stege können vorher ggf. (nach meinen Erfahrungen) problemlos und ohne dadurch entstehende Festigkeitsmängel weggefräst werden.
Zum Umbau wird als Bohrschablone lediglich jeweils ein kurzes Stück Alu-T-Profil 11,5x11,5x1,5mm (Baumarkt) benötigt, an den je nach Chassis verschieden möglichen Positionen gebohrt. So erhält man für den Fall der Fälle, in der Summe der unterschiedlichen Chassis, eine ganze Reihe von zusätzlichen Radständen!
Ein T-Profil ist in sofern ideal, weil man die einmal gebohrten Löcher beidseitig zum chassisbohren nutzen kann. Durch die Verwendung einer losen 1,2mm Achse (oder 1,2mm Stahldraht) zur Positionierung (in die Original-Achsbohrung gesteckt) sind die Achsabstände links wie rechts immer automatisch gleich.
Der Vorteil bei dieser Vorgehensweise, falls die Bohrlochhöhe in der Schablone nicht auf das Zehntelmillimeter genau gelingt, bleibt sie doch links wie rechts gleich, und wenn es mehr als ein paar Zehntel werden... kann man sich immer noch, je nachdem, mit etwas kleineren oder größeren Vorderreifen helfen, oder einfach schnell mal eine neue, bessere Schablone bauen.
Bezüglich Geradeauslauf-Genauigkeit justiert/orientiert sich die Bohrschablone an der vorhandenen Vorderachsbohrung und schafft damit zwangsweise eine ziemlich gute Genauigkeit.
Und wenn man etwas Gefühl für das winklige Freihandbohren hat, braucht man für diesen Achsbohrungs-Vorgang mit Hilfe der Bohrschablone, wie in den Fotos gezeigt, keinen Bohrständer. Einfach das Chassis auf den unteren Alu-Schenkel und seitlich an den senkrechten Schenkel drücken und mit 1,2er Bohrer bohren.
Die notwendigen Bohrer: 1,2/1,3/1,4mm (falls das Loch, je nach Achse, mit 1,3 noch nicht leichtgängig genug ist, mit dem 1,4er und langsamer Drehzahl nachbohren). Günstige Kleinstbohrer-Sets hatten wir hier im H0-Forum unter Werkzeug schon einmal behandelt.
Ein Problem beim Bohren von Alu, die Bohrer setzen sich gerne mit Spänen zu.
Damit die Bohrschablone dann nicht durch verlaufende Bohrer ungenau wird, verwende ich zum Bohren in Alu ein Bohrschneidöl-Spray (mit Petroleum soll´s wohl auch gehen).
Gegen die Bohrerschneide verstopfende Späne hilft es auch, mit weniger Druck zu bohren, den Druck auch immer wieder zu unterbrechen um so die Späne abzuschneiden, damit sich so keine langen verklemmenden Späne bilden können.
Für die Tomy 1,7“-Mega G+ haben wir eine spezielle U-Profil-Einbauadapter Lösung gefunden, die 4 weitere Achsabstands-Varianten ermöglicht.
Allerdings ist der Aufwand für diese Bohrschablone erheblich umfangreicher. Dazu in Kürze ein bebilderter Nachtrag.
LG
Hebi
"... beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr abfließen" Walter Röhrl
- Wer später bremst, fährt länger schnell -
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