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Hobbyaufgabe! Alles soll weg - aber wie?
#8
Tja,

die Dinge wandeln sich natürlich stets. So kommen und gehen auch die Hobbies.

Im Veteranenfahrzeugbereich ist in letzter Zeit eine Abkühlung zu verzeichnen. Das liegt an verschiedenen Faktoren. Qualitativ hochwertige Fahrzeuge laufen mit ihrem Preis aus dem Massengeschäft nach oben weg. Die potentiellen Nachrücker im Hobby haben in der Regel weder das Geld noch den Platz, in dem Spiel mitzumischen.

Im Modellbereich ist es ähnlich. In "modernen" Wohnungen oder EFHäusern ist kaum noch Platz für Sammlervitrinen oder gar quadratmeterfressende "Anlagen". Im Modellbahnbereich ist das ja signifikant. Auch die liebevoll aufgebaute Rennanlage frisst gern schnell sechs und mehr Quadratmeter.

Die Sammler historischen Materials werden derzeit noch gut bedient. Der Hype, der beispielsweise die Preise der Originale der Modellversionen von SL und MB Coupe oder auch des VW Käfers explosionsartig nach oben getrieben hat, ist im Modellbereich nicht angekommen.

Das hat natürlich auch mit dem Präsentationsmodus zu tun. Mit einer echten "Heckflosse" zum Wochenendtreffen zu fahren ist eine Sache, die mehr allgemeine Aufmerksamkeit und spontanere Reaktionen hervorruft als eine Modellbahn im Keller stehen zu haben.

Je öffentlicher und damit kommunikativer ein Hobby gemacht werden kann, desto mehr Feedback bekommt es und desto stabiler wird es sich etablieren. Also raus mit dem Zeug aus dem Keller und das Hobby publik gemacht. Das gibt Anerkennung und erhöht die Eigenmotivation. "Splendid Isolation" hingegen bewirkt das Gegenteil. Dabei ist wohl nichts besser geeignet, Faszination zu erzeugen als die technischen Spielzeuge der fünfziger und sechziger Jahre, die ja ein wenn auch notwendigerweise vergröbertes Abbild der Wirklichkeit waren. Und heute noch zeigen, was "Opa" als Zehnjähriger so alles drauf hatte.

Grüße
Ulrich
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RE: Hobbyaufgabe! Alles soll weg - aber wie? - von Ulrich - 09-01-2020, 04:40

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