28-01-2019, 21:50
(28-01-2019, 16:33)HHFallerslot schrieb: ... nun will ich es wissen, wozu benötigt man das Teil????? Also zum Reifendurchmesser messen ist klar, aber wozu?!Hallo Mario und Hallo Sven,
Viele Grüße
Mario
@ Sven: ... Wie gesagt, ich hab keine Ahnung wofür das gut ist, mich interessiert nur die technische Umsetzung
also, unbedingt benötigen muss man das Teil nicht!
Als Stadtbahner am wenigsten. Als Racer aber gilt, je tiefer man sein - ohnehin schon gutes - Chassis bekommt, egal ob Magneter oder nicht, umso höhere Kurvengeschwindigkeiten werden möglich. Und da kommen dann doch, meiner Meinung nach, ein paar sinnvolle Gründe ins Spiel.
Aber das ist ja keine Antwort auf eure Frage.
Darum vorab erst mal 2 "emotionale" Gründe:
- So ein Ding "braucht man einfach" als analytischer vorgehender Racer, der beim Fahrzeugtuning nichts übersehen will.
- Und dann gibt es auch noch einem "Gutes-Werkzeug-haben-wollen-Verliebten" ein gutes Gefühl.
Bei den Ami´s scheint eine solche Riefen-Schablone eher ein gängiges Werkzeug zu sein, als hierzulande. Fredl hat weiter oben einen Link mit Foto rein gestellt.
Die wirklichen Vorteile einer solchen präzisen Prüflehre/Reifenschablone sehe ich in folgenden Punkten:
1. Weiche Reifen (Gummi, Silikon, Moosgummi) mit einer Schiebelehre exakt messen zu wollen ist ein mühseliges und ungenaues Unterfangen.
2. Die meisten H0-Racer, die das Hobby schon länger betreiben, haben im Laufe der Jahre in der Regel viele Reifen in ihrer Reifenbox. Und beim Reifen wechseln ist es schnell passiert, dass man (und ich sowieso) es versäumt, die herunter gezogenen Reifen gleich ordentlich in seine Box zurück zu sortieren. Und weil sich später dann viele dieser Reifen halt recht ähnlich sehen, hat man nach einiger Zeit immer mehr unsichere "Paare" da liegen.
3. Selbst herstellergleiche Gummi-Reifen, können altersunterschiedlich, Durchmesser-Differenzen aufweisen.
4. Auch herstellungsbedingte Toleranzen desselben Fabrikats (verschiedene Chargen oder Serienstreuung oder wenn diverse Produktionsjahre dazwischen liegen) kommen leider auch vor.
5. Auch das Fahren auf drei Rädern - kennt man bei verzogenen Chassis - vermeidet man eher, wenn man die Radpaare einer Achse mit solch einer Prüflehre schnell mal durchcheckt/vergleicht.
Allerdings macht solch eine Prüfschablone - wie auch schon weiter oben beschrieben - nur dann wirklich Sinn, wenn die Löcher jeweils immer sinnvollerweise um 0,1 mm größer sind, und gegen die Verwechslunggefahr, (d. h. gleiches Prüfloch auf das Rad der anderen Achsseite) auch jedes Loch beschriftet ist. Sonst könnte selbst mit solch einer gut gedachten Messlehre die alte Mechanker-Weisheit greifen: "Wer misst, misst Mist".
Das sind so die Punkte, die mir als PRO für eine solche Reifen-Prüflehre einfallen.
Vielleicht gibt es ja noch weitere? Dann gleich her damit.
Und Sven, dein:
"...mich interessiert ... die technische Umsetzung" - das finde ich top!
LG
Hebi
"... beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr abfließen" Walter Röhrl
- Wer später bremst, fährt länger schnell -
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