Nach über einem halben Jahrhundert ist es natürlich möglich (und liegt auch nahe), dass sich die benutzten Kunststoffe chemisch verändert haben und die Bauteile deformiert. Belege dafür bietet das Zahnrad auf der Hinterachse. Drückt man es ein wenig zur Seite, dann fällt auf, dass es mit dem unzerstörten Teil des Zahnrads auf der Zwischenwelle nicht richtig kämmt. Der Grund ist: das Hinterachszahnrad hat sich verzogen. Die Zähne stehen schief (es lohnt sich vielleicht, noch ein wenig zu warten. Denn geht diese Entwicklung noch 50 Jahre weiter, ist das am Ende ein Hypoid-Antrieb. Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Hypoidantrieb).
Außerdem hat die Zwischenwelle in ihren Lagern vertikal derart viel Spiel, dass sich das Getriebe verklemmt.
Es mag zwar täuschen, aber ich habe den Eindruck, dass an dem abgebildeten Chassis nicht nachträglich gebastelt wurde. Das war wohl "ex und hopp". Daher finde ich es bemerkenswert, dass das Zahnrad auf der Hinterachse außerhalb der Rändelung sitzt, die ihm doch eigentlich festen Halt bieten sollte. Weder die Konstruktion des Getriebes, noch die Aussparung für das Zahnrad in der Bodenplatte erlauben die Position auf der Rändelung. Diese Hinterachse macht daher erst bei den nachfolgenden Blomo-Chassis Sinn.
Falls das Chassis tatsächlich mit dieser Hinterachse ausgeliefert wurde, wäre das ein weiterer Hinweis darauf, dass sich „Faller“ mit dem Projekt A.M.S. übernommen hatte. Da ist wohl einiges durcheinander gegangen. Zumindest fällt auf, dass andere „Marusan“-Kopisten ("Marx" 1963, "Lionel" 1963?) und „Marusan“ selbst (der Hersteller des „Atlas“-Chassis) ursprünglich offenbar keine derart massiven Probleme mit dem Zweistufen-Getriebe hatten. Dass Kunststoff im Laufe von Jahrzehnten versprödet und dabei Zähne fliegen, kann man ja verstehen (s. o.).
"Faller" zog diesen ersten Anlauf schon wenige Wochen nach Markteinführung aus dem Verkehr und wechselte zur bekannten Messingschnecke mit dem entsprechenden Zahnrad. Bekanntlich waren die Probleme des Blomo-Chassis damit nicht behoben. Das ist hier an anderer Stelle bereits Thema.
Grüsse: - HansHH
Außerdem hat die Zwischenwelle in ihren Lagern vertikal derart viel Spiel, dass sich das Getriebe verklemmt.
Es mag zwar täuschen, aber ich habe den Eindruck, dass an dem abgebildeten Chassis nicht nachträglich gebastelt wurde. Das war wohl "ex und hopp". Daher finde ich es bemerkenswert, dass das Zahnrad auf der Hinterachse außerhalb der Rändelung sitzt, die ihm doch eigentlich festen Halt bieten sollte. Weder die Konstruktion des Getriebes, noch die Aussparung für das Zahnrad in der Bodenplatte erlauben die Position auf der Rändelung. Diese Hinterachse macht daher erst bei den nachfolgenden Blomo-Chassis Sinn.
Falls das Chassis tatsächlich mit dieser Hinterachse ausgeliefert wurde, wäre das ein weiterer Hinweis darauf, dass sich „Faller“ mit dem Projekt A.M.S. übernommen hatte. Da ist wohl einiges durcheinander gegangen. Zumindest fällt auf, dass andere „Marusan“-Kopisten ("Marx" 1963, "Lionel" 1963?) und „Marusan“ selbst (der Hersteller des „Atlas“-Chassis) ursprünglich offenbar keine derart massiven Probleme mit dem Zweistufen-Getriebe hatten. Dass Kunststoff im Laufe von Jahrzehnten versprödet und dabei Zähne fliegen, kann man ja verstehen (s. o.).
"Faller" zog diesen ersten Anlauf schon wenige Wochen nach Markteinführung aus dem Verkehr und wechselte zur bekannten Messingschnecke mit dem entsprechenden Zahnrad. Bekanntlich waren die Probleme des Blomo-Chassis damit nicht behoben. Das ist hier an anderer Stelle bereits Thema.
Grüsse: - HansHH

