09-05-2015, 15:13
Danke - "Faller AMS" - für die Rückführung auf das Thema.
Das war richtig (ich, für meinen Teil, klopfe mir reuig an die Brust).
Und um dieses Fädchen noch ein wenig zu weiter sortieren:
Die Frage "Wer war pb?" ist aus meiner Sicht nicht verbunden mit dem Niedergang der AMS und auch nicht mit dem Verlust der Gußformen. Beides wäre ein eigener Fred oder sogar zwei – spätestens, sobald sich dazu weitere Einsichten finden.
Was Deine Frage angeht zum Nachführen des Produktes vor dem Hintergrund von Marktbedürfnis und Trend: also, ich finde, über das Reagierende im AMS-Marketing könnte man wirklich mal nachdenken. Allerdings: ob die Arbeiten Peter Bettings dazu viel hergeben?
Im Moment scheint mir da der Blick auf das sich im Laufe der Jahre verändernde AMS-Sortiment aufschlussreicher. Worauf reagierte es? Wurde das ursprüngliche Konzept bis zum Ende konsequent durchgezogen? Ein Stadtbahner würde das vielleicht bejahen. Auch das: ein eigener Fred. Zum Stellenwert des Motorsports bei den Gütenbachern hatten wir ja schon hier und andernorts einiges zusammentragen können.
Was nun Betting selbst betrifft und dessen Fädchen hier, so habe ich mich mal nach möglichen Inspirationen für seine Arbeit umgeschaut und bin dabei auf Walter Gotschke (1912-2000) gestoßen. Das US-Fachblatt „Road & Track“ hat ihn „perhaps the world's greatest automotive artist“ genannt – ein wenig frei übersetzt: „den womöglich großartigsten Auto-Maler der Welt“. Dass Betting die Arbeiten seines renommierten Kollegen und Landsmannes kannte, darf man voraussetzen.
Auch von uns hat wohl jeder schon Gotschkes Bilder gesehen. Viele deutsche Rennplakate der Sechziger und Siebziger stammten von ihm und sogar ein Canam-Plakat (Bridgehampton 1969).
Gotschke verlieh seinen Bildern etwas, das Fotos nur im Extremfall bieten: er malte die Zeit mit in Form von Speedlines (vgl. pb) und Gummi-, Abgas-, Gicht- oder Strassenstaubwolken. Das und sein skizzierender Stil verlieh vielen seiner Motive enorme Dramatik.
Die Bilder-Suche in Google liefert reichlich Gotschke-Bilder. Ich mag seine Aquarelle – besonders jene, die darauf verzichten, pingelig jedes Detail abzubilden. Das lässt dann Platz für die eigene Phantasie. Mein absoluter Favorit sind zwei Bugatti bei einem Monaco-GP (frühe Dreissiger?).
http://www.speedsportgallery.co.uk/2011/...tercolour/
Das ist Aquarell in Höchstform. Der Autodidakt Gotschke malte hier auf Augenhöhe mit Großmeistern dieser – aus Unwissenheit oft belächelten - Kunst, wie John Singer-Sargent.
Wer mehr wissen möchte: die deutsche Wikipedia hat einen Eintrag zu Gotschke.
http://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Gotschke
Die Frage „Wer war pb?“ würde sich somit erweitern auf: aus welchen Quellen schöpfte er? Und – wer weiß: vielleicht mündet das dann in einen Gotschke-Thread?
- HansHH
Das war richtig (ich, für meinen Teil, klopfe mir reuig an die Brust).
Und um dieses Fädchen noch ein wenig zu weiter sortieren:
Die Frage "Wer war pb?" ist aus meiner Sicht nicht verbunden mit dem Niedergang der AMS und auch nicht mit dem Verlust der Gußformen. Beides wäre ein eigener Fred oder sogar zwei – spätestens, sobald sich dazu weitere Einsichten finden.
Was Deine Frage angeht zum Nachführen des Produktes vor dem Hintergrund von Marktbedürfnis und Trend: also, ich finde, über das Reagierende im AMS-Marketing könnte man wirklich mal nachdenken. Allerdings: ob die Arbeiten Peter Bettings dazu viel hergeben?
Im Moment scheint mir da der Blick auf das sich im Laufe der Jahre verändernde AMS-Sortiment aufschlussreicher. Worauf reagierte es? Wurde das ursprüngliche Konzept bis zum Ende konsequent durchgezogen? Ein Stadtbahner würde das vielleicht bejahen. Auch das: ein eigener Fred. Zum Stellenwert des Motorsports bei den Gütenbachern hatten wir ja schon hier und andernorts einiges zusammentragen können.
Was nun Betting selbst betrifft und dessen Fädchen hier, so habe ich mich mal nach möglichen Inspirationen für seine Arbeit umgeschaut und bin dabei auf Walter Gotschke (1912-2000) gestoßen. Das US-Fachblatt „Road & Track“ hat ihn „perhaps the world's greatest automotive artist“ genannt – ein wenig frei übersetzt: „den womöglich großartigsten Auto-Maler der Welt“. Dass Betting die Arbeiten seines renommierten Kollegen und Landsmannes kannte, darf man voraussetzen.
Auch von uns hat wohl jeder schon Gotschkes Bilder gesehen. Viele deutsche Rennplakate der Sechziger und Siebziger stammten von ihm und sogar ein Canam-Plakat (Bridgehampton 1969).
Gotschke verlieh seinen Bildern etwas, das Fotos nur im Extremfall bieten: er malte die Zeit mit in Form von Speedlines (vgl. pb) und Gummi-, Abgas-, Gicht- oder Strassenstaubwolken. Das und sein skizzierender Stil verlieh vielen seiner Motive enorme Dramatik.
Die Bilder-Suche in Google liefert reichlich Gotschke-Bilder. Ich mag seine Aquarelle – besonders jene, die darauf verzichten, pingelig jedes Detail abzubilden. Das lässt dann Platz für die eigene Phantasie. Mein absoluter Favorit sind zwei Bugatti bei einem Monaco-GP (frühe Dreissiger?).
http://www.speedsportgallery.co.uk/2011/...tercolour/
Das ist Aquarell in Höchstform. Der Autodidakt Gotschke malte hier auf Augenhöhe mit Großmeistern dieser – aus Unwissenheit oft belächelten - Kunst, wie John Singer-Sargent.
Wer mehr wissen möchte: die deutsche Wikipedia hat einen Eintrag zu Gotschke.
http://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Gotschke
Die Frage „Wer war pb?“ würde sich somit erweitern auf: aus welchen Quellen schöpfte er? Und – wer weiß: vielleicht mündet das dann in einen Gotschke-Thread?
- HansHH

