Hallo alle
,
um mal kurz darauf einzugehen, wie ich die Scheinwerfer und Rückleuchten an meinem GT gemacht habe, alles was ihr fräst, bohrt, giesst, lackiert oder, oder, oder geschieht auf eigene Gefahr.
Wenn ihr die Möglichkeit habt, versucht es erstmal mit einem AUSRANGIERTEN Body.
1. Also die alten Scheinwerfer rausgenommen (die originalen wahren milchig, sind dabei auch zerbröselt, also unbrauchbar),
2. Bohrungen vorgenommen (zentrierung beachten, also schön mittig), zuerst mit einem ca. 1 mm Bohrer, dann nochmal mit einem etwas größeren Bohrer nachgebohrt aber nur leicht kegelförmig (Drehzahl sehr langsam sonst schmilzt das Plastik),
3. mit Knetmasse die Scheinwerfermulden aufgefüllt und mit einem Holzspatel geglättet und geformt bis es in etwa wieder den Originalen entspricht.
4. Kleine Form aus Lego gebaut (Randhöhe beachten), Gips angerührt und die ganze Schnauze darin versenkt bis etwa 3-5 mm über das Scheinwerferende, aushärten lassen,
5. Karosserie vorsichtig aus der Form entnehmen,
6. Knetmasse entfernen (mit Zahnbürste und warmen Wasser),
7. Karosserieschnauze in die fertige, ausgehärtete Gipsform gedrückt,
8. Epoxidharz angerührt,
9. mit einer Stecknadel tröpfchenweise, von innen des Gehäuses, durch die durchgebohrten Löcher
in die Hohlräume geträufelt, dauert einige Zeit bis der Hohlraum gefült ist.
10. fertig.
Rücklichter
1. mit der Schieblehre den Durchmesser gemessen,
2. mit passendem Bohrer Löcher eingebohrt (zentrierung beachten, also schön mittig, Drehzahl sehr langsam sonst schmilzt das Plastik),
3. Bohrlöcher und Karosserie von innen mit Silbermetallic auspinseln (siehe Bild)
4. Epoxidharz angemischt, einen roten wasserfesten Filzstift (Lumacolor permanent, zum Beschriften von CDs) oben am festen Ende durchbohren, mit einer Spritze samt Kanüle Farbstoff entnehmen (wenn das nicht funktioniert dann die Mine entnehmen und vorsichtig ausdrücken, Handschuh anziehen ist ne ziemliche Sauerei, die Mine anschließend im Gefrierbeutel gut verschlossen aufbewahren für weitere Lichter) und Tröpfchenweise (wirklich minimal anfangen, es färbt sehr intensiv) dem Epoxidharz hinzufügen. Der Farbstoff ist Tranzparentrot, somit ergeben sich klare, rote Rückgläser wie beim richtigen Auto.
5. von innen die Bohrungen mit Klebeband fest verschliessen.
6. Den gefärbten Epoxidharz mit einer Stecknadel aufnehmen und tröpfchenweise in das Bohrloch geben (gerade soviel das wir uns die Oberflächenspannung zunutze machen und sich eine leichte Wölbung ergibt).
7. Nach dem Aushärten fertig.
Bei normalen runden Front-Scheinwerfern kann man es so machen wie bei den Rücklichtern (nur für vorne nicht rot einfärben).
So das wars in groben Zügen. Die Scheinwerfer würde ich so nicht wieder machen. Zumindest was die Gipsform betrifft. Besser ist es mit Silikon abzuformen.
Da ich aber das ganze Zeugs noch nicht habe, bin ich auf den Gips gekommen. Der Nachteil war, das der Harz sich auch auf der Motorhaube verteilt hat (aus den Ritzen zwischen Gips und Karosserie rausgedrückt).
Gottseidank habe ich das Zeug wieder abbekommen, hätte aber auch anders ausgehen können.
Also diese Scheinwerfer waren ein Ausnahmefall, aufgrund der Bauform.
Hier ist jetzt schon mal ein Bild meiner Cobra AC. Die Löcher sind gebohrt und mit Harz verfüllt.
Es sind noch keine Dioden verbaut. Für das Foto habe ich meine Bastellampe dahintergestellt um die gefüllten Löcher mit dem Harz zu demonstrieren. Die Cobra ist von vorne auf dem Kopf hängend fotografiert!
Wer Fragen dazu hat, soll bitte unbedingt Fragen!
Vielleicht habe ich in diesem Kurzbericht noch nicht alles erklärt, mich missverständlich ausgedrückt oder sonst irgend etwas vergessen.
Also meckert ruhig mit mir wenn ihr nicht klarkommt.
Gruß Martin
um mal kurz darauf einzugehen, wie ich die Scheinwerfer und Rückleuchten an meinem GT gemacht habe, alles was ihr fräst, bohrt, giesst, lackiert oder, oder, oder geschieht auf eigene Gefahr.
Wenn ihr die Möglichkeit habt, versucht es erstmal mit einem AUSRANGIERTEN Body.
1. Also die alten Scheinwerfer rausgenommen (die originalen wahren milchig, sind dabei auch zerbröselt, also unbrauchbar),
2. Bohrungen vorgenommen (zentrierung beachten, also schön mittig), zuerst mit einem ca. 1 mm Bohrer, dann nochmal mit einem etwas größeren Bohrer nachgebohrt aber nur leicht kegelförmig (Drehzahl sehr langsam sonst schmilzt das Plastik),
3. mit Knetmasse die Scheinwerfermulden aufgefüllt und mit einem Holzspatel geglättet und geformt bis es in etwa wieder den Originalen entspricht.
4. Kleine Form aus Lego gebaut (Randhöhe beachten), Gips angerührt und die ganze Schnauze darin versenkt bis etwa 3-5 mm über das Scheinwerferende, aushärten lassen,
5. Karosserie vorsichtig aus der Form entnehmen,
6. Knetmasse entfernen (mit Zahnbürste und warmen Wasser),
7. Karosserieschnauze in die fertige, ausgehärtete Gipsform gedrückt,
8. Epoxidharz angerührt,
9. mit einer Stecknadel tröpfchenweise, von innen des Gehäuses, durch die durchgebohrten Löcher
in die Hohlräume geträufelt, dauert einige Zeit bis der Hohlraum gefült ist.
10. fertig.
Rücklichter
1. mit der Schieblehre den Durchmesser gemessen,
2. mit passendem Bohrer Löcher eingebohrt (zentrierung beachten, also schön mittig, Drehzahl sehr langsam sonst schmilzt das Plastik),
3. Bohrlöcher und Karosserie von innen mit Silbermetallic auspinseln (siehe Bild)
4. Epoxidharz angemischt, einen roten wasserfesten Filzstift (Lumacolor permanent, zum Beschriften von CDs) oben am festen Ende durchbohren, mit einer Spritze samt Kanüle Farbstoff entnehmen (wenn das nicht funktioniert dann die Mine entnehmen und vorsichtig ausdrücken, Handschuh anziehen ist ne ziemliche Sauerei, die Mine anschließend im Gefrierbeutel gut verschlossen aufbewahren für weitere Lichter) und Tröpfchenweise (wirklich minimal anfangen, es färbt sehr intensiv) dem Epoxidharz hinzufügen. Der Farbstoff ist Tranzparentrot, somit ergeben sich klare, rote Rückgläser wie beim richtigen Auto.
5. von innen die Bohrungen mit Klebeband fest verschliessen.
6. Den gefärbten Epoxidharz mit einer Stecknadel aufnehmen und tröpfchenweise in das Bohrloch geben (gerade soviel das wir uns die Oberflächenspannung zunutze machen und sich eine leichte Wölbung ergibt).
7. Nach dem Aushärten fertig.
Bei normalen runden Front-Scheinwerfern kann man es so machen wie bei den Rücklichtern (nur für vorne nicht rot einfärben).
So das wars in groben Zügen. Die Scheinwerfer würde ich so nicht wieder machen. Zumindest was die Gipsform betrifft. Besser ist es mit Silikon abzuformen.
Da ich aber das ganze Zeugs noch nicht habe, bin ich auf den Gips gekommen. Der Nachteil war, das der Harz sich auch auf der Motorhaube verteilt hat (aus den Ritzen zwischen Gips und Karosserie rausgedrückt).
Gottseidank habe ich das Zeug wieder abbekommen, hätte aber auch anders ausgehen können.
Also diese Scheinwerfer waren ein Ausnahmefall, aufgrund der Bauform.
Hier ist jetzt schon mal ein Bild meiner Cobra AC. Die Löcher sind gebohrt und mit Harz verfüllt.
Es sind noch keine Dioden verbaut. Für das Foto habe ich meine Bastellampe dahintergestellt um die gefüllten Löcher mit dem Harz zu demonstrieren. Die Cobra ist von vorne auf dem Kopf hängend fotografiert!
Wer Fragen dazu hat, soll bitte unbedingt Fragen!
Vielleicht habe ich in diesem Kurzbericht noch nicht alles erklärt, mich missverständlich ausgedrückt oder sonst irgend etwas vergessen.
Also meckert ruhig mit mir wenn ihr nicht klarkommt.
Gruß Martin
Leistung ist, wenn sich die Felge im Gummi dreht!

