09-10-2005, 22:16
Hallo Jörg,
Der Tipp war wirklich gut. Einfach simpel und wirkungsvoll.
Habe die Zeitnahme nun fertig, dachte mir ich sollte Dich doch als Urvater der Idee informieren, kann aber auch für den einen oder anderen von Interesse sein, damit ist es nämlich wirklich simpel eine vernünftige Zeitnahme zu bauen, ginge theoretisch auch für 4 oder mehr Spuren, ich habe aber nur 2. Ja der Platz halt.
Nun ein kurzer Aufriß über den Umfang der Arbeiten:
Brücke zerlegen 6 o.8. Schrauben aufdrehen (davon 1 Innenseckskant!), dann hat man das Bedienteil mit 2 Armen die an den entsprechenden Kabeln hängen. Jetzt muß man die Sensoren (links und rechts ist unverwechselbar, weil jeweils 1 Kabelbaum verbaut ist) vorsichtig herausnehmen, die sind mit Schmelzkleber fixiert, geht aber ohne Probleme. Stromversorgung abzwicken, dann hat man den Bedienteil mit den Sensoren und den Stromversorgungskabeln.
Bei mir sollte eine Holzbrücke, die auf Messingröhrchen steht zum Einsatz kommen.
Erst wurde die Brücke aus einem 15 x 15 x 110 Buchenholz gemacht und die seitlichen Löcher für die Tragröhrchen gebohrt.
Dann habe ich die Löcher für die Sensoren in der Fahrbahn grob festgelegt.
Ab jetzt wurde es etwas pfrimelig, derweil Genauigkeit angesagt ist, die Sender müssen nämlich genau über den Empfängern sitzen, sonst funktioniert das ganze nicht.
Jetzt wurde der genaue Standort der Brücke festgelegt und auf der Schiene angezeichnet. Dann wurden die beiden Stützpfeiler montiert, indem zuerst die Löcher in die Brücke gebohrt wurden, diese dann auf die Anzeichnungen der Schiene exakt gelegt und durch die vorhandenen Löcher die Löcher in die Anlagenplatte gebohrt. Jetzt von oben die Röhrchen hineingesteckt. Die Brücke liegt noch auf dem Gleis. Jetzt von oben durch die Brücke und die Schiene die 4mm Löcher für die Empfänger durchgebohrt. Jetzt fluchten diese perfekt, wenn die Löcher für die Ständer gerade gebohrt sind.
Nun wird das ganze auseinandergenommen, die 4mm Röhrchen im Gleis montiert, die Empänger provisorisch hineingesteckt und das Gleis wieder eingeklippst, aber noch nicht festgeschraubt.
Die Löcher für die Sender in der Brücke auf 5mm aufgebohrt, verputzt, und diese auf die beiden Standbeine gedrückt. Die Sender provisorisch in ihre Löcher gesteckt, die Stromversorgung provisorisch hergestellt und getestet. Funzt!! <img src='http://www.h0slot.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/biggrin.png' class='bbc_emoticon' alt='
' />
Da ich die Kabel unsichtbart in den beiden Stützpfeilern unter die Platte verlegen wollte, mussten diese jetzt getrennt werden.
Ab jetzt braucht man sehr viel Geduld und sollte gut mit dem Lötkolben umgehen können.
Ausserdem wollte ich die vorhandene Batteriespannungsversorgung beibehalten.
Es wurden also die beiden Batteriekästen mit der Säge aus dem zerlegten Gehäuse herausgeschnitten, Stromanschlüsse angelötet und diese unter die Platte geschraubt. Die Brücke braucht übrigens pro Spur 3 V, sieht also 2 unterschiedliche Stromversorgungen mit Batterien vor. Es geht aber auch ein 3V Trafo, lohnt sich aber glaube ich kaum. Die 4 Mignons kosten ja nicht die Welt.
Nun wurde der Standort für das Bedienteil festgelegt. Es steht nun parallel zur Fahrbahn, ist für jeden Fahrer gut einseh- und bedienbar. Hier empfielt es sich Winkel o.ä. unten an das Bedienteil zu schrauben, damit man es nachher fest auf der Platte verschrauben kann. Ich hatte alte Messing L Profile, in die entsprechende Löcher kamen.
Jetzt kann bereits die Röhrchen in der Fahrbahn festkleben die Empfänger einsetzen und die Schiene wieder endmontieren, wenn man nicht auch noch die Empfängerkabel unterirdisch verlegen will.
So nun musste der ganze Kabelsalat von unten wieder nach oben unter das Bedienteil.
Loch gebohrt, Kabel durchgezogen, eines fast zu kurz ging aber gerade noch.
Nun begonnen die Enden zu verlöten, anschließend schrumpfzuschlauchen und tierisch geflucht dabei.
Da mich die beiden letzten so nervten, derweil fast zu kurz, habe ich diese in eine 0,75 Aderendhülse verfrachtet verpresst und umschrumpft. Würde ich das nächste Mal mit allen Verbindungen machen, spart 1h Zeit.
Jetzt noch einmal Probegefahren um zu sehen ob alle Kontakte wieder funzen. Erfolgserlebnis!! <img src='http://www.h0slot.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/tongue.png' class='bbc_emoticon' alt='
' />
Die Brücke auf den Tragrohren und diese in der Platte mit Ponal festgeklebt. Die Sender mit Schmelzkleber fixiert und als Walmdach, damit die Elektronik versteckt ist ein hölzernes Eckprofil draufgeklebt und das ganze mit brauner Holzlasur coloriert.
Nun noch den Kabelwirrwarr gebunden, unter das Bedienteil (da ist Platz, wo sonst die beiden Arme drinnen laufen) und dieses Auf der Platte verschraubt.
Fertig ist das ganze und geht problemlos, gut und war auch nicht allzu teuer (Materialaufwand ohne Carrera Teil ca. 15€ und davon blieb noch 90% übrig).
Sieht jetzt gut aus und die Anzeige ist von allen einsehbar. Habe leider noch keine Digicam, sonst würde ich hier ein Foto einstellen.
Abraten würde ich aber die Brücke für eine nicht festaufgebaute Bahn auseinanderzunehmen. Die Kabel sind so dünn und empfindlich, dass sie bestimmt sofort reissen, wenn man einmal daran hängen bleibt. Ich kann mir schon vorstellen, so etwas als Meßgleis komplett auf eine dünne Aluplatte zu verbauen. Die Kabel in Minischächte oder Aquarienschläuche, die Brücke aus einem enstsprechenden Metallprofil vernietet auf der Grundplatte, so könnte es gehen.
Wer noch Fragen hat kann sich ja melden.
Grüße aus München
Euer Friedrich
Der Tipp war wirklich gut. Einfach simpel und wirkungsvoll.
Habe die Zeitnahme nun fertig, dachte mir ich sollte Dich doch als Urvater der Idee informieren, kann aber auch für den einen oder anderen von Interesse sein, damit ist es nämlich wirklich simpel eine vernünftige Zeitnahme zu bauen, ginge theoretisch auch für 4 oder mehr Spuren, ich habe aber nur 2. Ja der Platz halt.
Nun ein kurzer Aufriß über den Umfang der Arbeiten:
Brücke zerlegen 6 o.8. Schrauben aufdrehen (davon 1 Innenseckskant!), dann hat man das Bedienteil mit 2 Armen die an den entsprechenden Kabeln hängen. Jetzt muß man die Sensoren (links und rechts ist unverwechselbar, weil jeweils 1 Kabelbaum verbaut ist) vorsichtig herausnehmen, die sind mit Schmelzkleber fixiert, geht aber ohne Probleme. Stromversorgung abzwicken, dann hat man den Bedienteil mit den Sensoren und den Stromversorgungskabeln.
Bei mir sollte eine Holzbrücke, die auf Messingröhrchen steht zum Einsatz kommen.
Erst wurde die Brücke aus einem 15 x 15 x 110 Buchenholz gemacht und die seitlichen Löcher für die Tragröhrchen gebohrt.
Dann habe ich die Löcher für die Sensoren in der Fahrbahn grob festgelegt.
Ab jetzt wurde es etwas pfrimelig, derweil Genauigkeit angesagt ist, die Sender müssen nämlich genau über den Empfängern sitzen, sonst funktioniert das ganze nicht.
Jetzt wurde der genaue Standort der Brücke festgelegt und auf der Schiene angezeichnet. Dann wurden die beiden Stützpfeiler montiert, indem zuerst die Löcher in die Brücke gebohrt wurden, diese dann auf die Anzeichnungen der Schiene exakt gelegt und durch die vorhandenen Löcher die Löcher in die Anlagenplatte gebohrt. Jetzt von oben die Röhrchen hineingesteckt. Die Brücke liegt noch auf dem Gleis. Jetzt von oben durch die Brücke und die Schiene die 4mm Löcher für die Empfänger durchgebohrt. Jetzt fluchten diese perfekt, wenn die Löcher für die Ständer gerade gebohrt sind.
Nun wird das ganze auseinandergenommen, die 4mm Röhrchen im Gleis montiert, die Empänger provisorisch hineingesteckt und das Gleis wieder eingeklippst, aber noch nicht festgeschraubt.
Die Löcher für die Sender in der Brücke auf 5mm aufgebohrt, verputzt, und diese auf die beiden Standbeine gedrückt. Die Sender provisorisch in ihre Löcher gesteckt, die Stromversorgung provisorisch hergestellt und getestet. Funzt!! <img src='http://www.h0slot.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/biggrin.png' class='bbc_emoticon' alt='
' /> Da ich die Kabel unsichtbart in den beiden Stützpfeilern unter die Platte verlegen wollte, mussten diese jetzt getrennt werden.
Ab jetzt braucht man sehr viel Geduld und sollte gut mit dem Lötkolben umgehen können.
Ausserdem wollte ich die vorhandene Batteriespannungsversorgung beibehalten.
Es wurden also die beiden Batteriekästen mit der Säge aus dem zerlegten Gehäuse herausgeschnitten, Stromanschlüsse angelötet und diese unter die Platte geschraubt. Die Brücke braucht übrigens pro Spur 3 V, sieht also 2 unterschiedliche Stromversorgungen mit Batterien vor. Es geht aber auch ein 3V Trafo, lohnt sich aber glaube ich kaum. Die 4 Mignons kosten ja nicht die Welt.
Nun wurde der Standort für das Bedienteil festgelegt. Es steht nun parallel zur Fahrbahn, ist für jeden Fahrer gut einseh- und bedienbar. Hier empfielt es sich Winkel o.ä. unten an das Bedienteil zu schrauben, damit man es nachher fest auf der Platte verschrauben kann. Ich hatte alte Messing L Profile, in die entsprechende Löcher kamen.
Jetzt kann bereits die Röhrchen in der Fahrbahn festkleben die Empfänger einsetzen und die Schiene wieder endmontieren, wenn man nicht auch noch die Empfängerkabel unterirdisch verlegen will.
So nun musste der ganze Kabelsalat von unten wieder nach oben unter das Bedienteil.
Loch gebohrt, Kabel durchgezogen, eines fast zu kurz ging aber gerade noch.
Nun begonnen die Enden zu verlöten, anschließend schrumpfzuschlauchen und tierisch geflucht dabei.
Da mich die beiden letzten so nervten, derweil fast zu kurz, habe ich diese in eine 0,75 Aderendhülse verfrachtet verpresst und umschrumpft. Würde ich das nächste Mal mit allen Verbindungen machen, spart 1h Zeit.
Jetzt noch einmal Probegefahren um zu sehen ob alle Kontakte wieder funzen. Erfolgserlebnis!! <img src='http://www.h0slot.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/tongue.png' class='bbc_emoticon' alt='
' /> Die Brücke auf den Tragrohren und diese in der Platte mit Ponal festgeklebt. Die Sender mit Schmelzkleber fixiert und als Walmdach, damit die Elektronik versteckt ist ein hölzernes Eckprofil draufgeklebt und das ganze mit brauner Holzlasur coloriert.
Nun noch den Kabelwirrwarr gebunden, unter das Bedienteil (da ist Platz, wo sonst die beiden Arme drinnen laufen) und dieses Auf der Platte verschraubt.
Fertig ist das ganze und geht problemlos, gut und war auch nicht allzu teuer (Materialaufwand ohne Carrera Teil ca. 15€ und davon blieb noch 90% übrig).
Sieht jetzt gut aus und die Anzeige ist von allen einsehbar. Habe leider noch keine Digicam, sonst würde ich hier ein Foto einstellen.
Abraten würde ich aber die Brücke für eine nicht festaufgebaute Bahn auseinanderzunehmen. Die Kabel sind so dünn und empfindlich, dass sie bestimmt sofort reissen, wenn man einmal daran hängen bleibt. Ich kann mir schon vorstellen, so etwas als Meßgleis komplett auf eine dünne Aluplatte zu verbauen. Die Kabel in Minischächte oder Aquarienschläuche, die Brücke aus einem enstsprechenden Metallprofil vernietet auf der Grundplatte, so könnte es gehen.
Wer noch Fragen hat kann sich ja melden.
Grüße aus München
Euer Friedrich

