23-11-2012, 22:16
[quote name='f.schulz' timestamp='1353619093' post='48182']
Hi Claus,
da wäre ich sehr vorsichtig. Die nehmen da im Land der Sonne irgendeinen Billigkunststoff, nicht genau typisiert her, als Spielzeug taugt der auch allemal. Nach meinen Recherchen ist das ein PP, das schmilzt etwas bei 150° wird aber schon bei 100° schlapp. Die alten Auroras waren m.E. noch aus Nylon.
Das Problem dieser Nachverformung ist aber der "Remindereffekt". Du richtest es nach, es stimmt auch, kommst eine Woche wieder an Dein Autolein und kommst Dir veräppelt vor. Das hat sich wieder rückentwickelt. <img src='http://www.h0slot.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/ohmy.png' class='bbc_emoticon' alt=':o' />
Dann kommt noch ein Aspekt hinzu: Die Dinger werden ja im Spritzgussverfahren hergestellt und gewaltsam nach einer Schockkühlung aus der Form gepresst. Die Dinger besitzen also innere Spannungen, die zu den Krummheiten a.W. führen. Wenn Du da jetzt laienhaft mit Hitze ran gehst wollen diese Spannungen eben auch wieder in Ihren Urzustand (Granulat) zurück und du machst an dem Ding mehr schlecht als gut.
Man kann so etwas schon machen, aber bitte nur mit entsprechenden Spannlehren etc. wie wir sie für das T-Jetchassis kennen und groß bringen tut das nichts, doch dem Hersteller dieser Kochlehre. Einmal krumm ist eben immer krumm. Deswegen habe ich mir dieses Werkzeug nicht mehr hergelegt.
Großtechnisch macht man so etwas öfter und spricht dann von Nachtempern. Da nimmt man diese Rückbildungen, die das Teil enstpannen bewusst in Kauf, weil sie bei der Werkzeugkonstuktion entsprechend berücksichtigt wurden.
Grüße
Fritz
[/quote]
Hallo Namensvetter Fritz,
das hast Du fachlich korrekt auf den Punkt gebracht. Eine Wärmezufuhr lässt den Spritzling relaxieren ( Memory-Effekt) und das Ding wird schief!
Für alle "Nicht-Kunststoff-Experten": Jeder der schon mal eine Kunststoffverpackung/Joghurtbecher ins Feuer geschmissen hat, konnte beobachten , dass sich das Kunststoffteil, bevor es anfängt zu brennen, drastisch verformt. Die bei der Herstellung eingebrachten Spannungen machen sich Luft ( relaxieren)und der Körper verformt sich.
Wenn man nun einen Kunstoffkörper bleibend verformen möchte, muß man ihn also erwärmen, in Form bringen ( fixieren) und sofort wieder abkühlen. Das dürfte mit den Hausmitteln nicht so einfach sein.
Die alten T-Jet Chassis sind, wie Fritz schon erwähnt hat aus Polyamid ( besser bekannt unter dem Markennamen Nylon). Das ist ein technischer Kunststoff mit dem man maßhaltige Kunststoffspritzteile herstellt.Deswegen lässt sich das Zeug auch so elend mit dem Dremel schleifen.
Was hat DC denn bloß mit dem Chassis vor?
Gruß
Fritz
Hi Claus,
da wäre ich sehr vorsichtig. Die nehmen da im Land der Sonne irgendeinen Billigkunststoff, nicht genau typisiert her, als Spielzeug taugt der auch allemal. Nach meinen Recherchen ist das ein PP, das schmilzt etwas bei 150° wird aber schon bei 100° schlapp. Die alten Auroras waren m.E. noch aus Nylon.
Das Problem dieser Nachverformung ist aber der "Remindereffekt". Du richtest es nach, es stimmt auch, kommst eine Woche wieder an Dein Autolein und kommst Dir veräppelt vor. Das hat sich wieder rückentwickelt. <img src='http://www.h0slot.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/ohmy.png' class='bbc_emoticon' alt=':o' />
Dann kommt noch ein Aspekt hinzu: Die Dinger werden ja im Spritzgussverfahren hergestellt und gewaltsam nach einer Schockkühlung aus der Form gepresst. Die Dinger besitzen also innere Spannungen, die zu den Krummheiten a.W. führen. Wenn Du da jetzt laienhaft mit Hitze ran gehst wollen diese Spannungen eben auch wieder in Ihren Urzustand (Granulat) zurück und du machst an dem Ding mehr schlecht als gut.
Man kann so etwas schon machen, aber bitte nur mit entsprechenden Spannlehren etc. wie wir sie für das T-Jetchassis kennen und groß bringen tut das nichts, doch dem Hersteller dieser Kochlehre. Einmal krumm ist eben immer krumm. Deswegen habe ich mir dieses Werkzeug nicht mehr hergelegt.
Großtechnisch macht man so etwas öfter und spricht dann von Nachtempern. Da nimmt man diese Rückbildungen, die das Teil enstpannen bewusst in Kauf, weil sie bei der Werkzeugkonstuktion entsprechend berücksichtigt wurden.
Grüße
Fritz
[/quote]
Hallo Namensvetter Fritz,
das hast Du fachlich korrekt auf den Punkt gebracht. Eine Wärmezufuhr lässt den Spritzling relaxieren ( Memory-Effekt) und das Ding wird schief!
Für alle "Nicht-Kunststoff-Experten": Jeder der schon mal eine Kunststoffverpackung/Joghurtbecher ins Feuer geschmissen hat, konnte beobachten , dass sich das Kunststoffteil, bevor es anfängt zu brennen, drastisch verformt. Die bei der Herstellung eingebrachten Spannungen machen sich Luft ( relaxieren)und der Körper verformt sich.
Wenn man nun einen Kunstoffkörper bleibend verformen möchte, muß man ihn also erwärmen, in Form bringen ( fixieren) und sofort wieder abkühlen. Das dürfte mit den Hausmitteln nicht so einfach sein.
Die alten T-Jet Chassis sind, wie Fritz schon erwähnt hat aus Polyamid ( besser bekannt unter dem Markennamen Nylon). Das ist ein technischer Kunststoff mit dem man maßhaltige Kunststoffspritzteile herstellt.Deswegen lässt sich das Zeug auch so elend mit dem Dremel schleifen.
Was hat DC denn bloß mit dem Chassis vor?
Gruß
Fritz

