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Wie man einen T-Jet-Motor (wieder) schnell macht
#9
Moin Hans!



Da hast Du ja ne lange Liste sensibler Dinge zusammengetragen. Es fällt bei der Flut schwer, den Überblick zu behalten und das alles abzuarbeiten. Ich will aber gerne etwas dazu schreiben – aus meiner Sicht, mit meinen Möglichkeiten und Gegebenheiten.



zu 1 – Ich habe schon mal gar keine 30 Motoren hier rumliegen – schon gar keine NOS. Aber egal.

einen Trafo habe ich, mit einem Multimeter kann ich auch dienen. Wobei ich das ebenfalls eher für nicht nötig halte. Auch ich „höre“ mir die Motoren an. Kann auch dabei sehr gut heraushören, was geht und was nicht geht.



zu 2 – in der Regel lasse ich alle Motoren ob „Old“ oder „New“, so wie sie da sind an meinem Trafo laufen.

Welcher Motor sperrig ist oder komische Geräusche von sich gibt, merkt man dann schon.

In der Regel lasse ich die Teile dann zwischen 15 und 30 Minuten, so wie sie sind, bei niedriger Voltzahl laufen (Voltzahl so, das sie gerade sauber durchlaufen).

Als Ersatzteillager wird dabei noch nichts aussortiert. Ich gebe den Motoren einfach zunächst eine fortlaufende Nummerierung (1 bis ..., soviel wie halt da sind).



zu 3 und 4 – am Schluss (falls ich dann noch den Überblick habe).



Bei mir geht es jetzt so weiter:

Ich zerlege die Motoren und reinige sie auf meine Weise. So wie ich das schon immer gemacht habe. Wie und womit das sage ich hier mal lieber nicht. Wahrscheinlich werde ich ungläubiges Kopfschütteln ernten. Ich kann nur soviel sagen, das ich das schon immer so gemacht habe und noch nie Auflösungserscheinungen oder spröde, brüchige Chassis geerntet habe.

Also, wie gesagt meine sehr spezielle Reinigung. Dann werden, die Teile wieder zusammengebaut.

Die Kohle wird wie bei Fritz natürlich gebrutzelt – ich habe damit durchaus positive Erfahrungen gemacht. Ich brutzel die Kohlen auch zwischendurch mal, weil Öle und Fette dabei in ihre Atome zerlegt werden. Die Kohle ist zeimlich sicher wieder im Urzustand.

Nun werden die Motoren neu abgeschmiert und dann wieder am Trafo mit niedriger Voltzahl (s. o.) laufengelassen. Nach dem Einlaufen, dann nochmal volle Pulle für ca. 5 bis 10 Miunten.



Jetzt mach ich meine ersten Testfahrten um zu schauen ob und wie die Chassis laufen. Ggf. werden die Chassis jetzt umnummeriert (langsam, schnell, schneller, Top). Am Ende werden die schlechteren rausgezogen und eingehen gecheckt. Bei manchem ist dann doch noch viel mehr rauszuholen. Manchmal sogar mehr als das eigentlich schon mit Top bezeichnete.



jetzt zu 3 – da schaue ich auch was eiert oder nicht und versuche das in den Griff zu bekommen. Da ich aber nix genaues an Maschine dafür hab, muss ich halt sehen was geht.

An Reifen, mache ich mir dann realtiv wenig Gedanken. In der Regel fahre ich eh nur die Reifen vom Fritz und da kann ich sicher sein das die wirklich absolut rund sind. Von der Stangenware a la JL und wie sie alle heißen, kann man das mit sicherheit nicht sagen. Ein paar gute Gummireifen oder Weich-PVC-Reigen lege ich mir natürlich auch weg. Auf Plastikbahnen kommt man damit ab und an besser zurecht. Aber das ist wieder ein anderes Thema.



zu 6 – ne, so aufwändig checke ich nicht auch noch, ob ein chassis zittert oder nicht – man kann auch alles übertreiben. Auch Magnete messen habe ich noch nicht ausgiebig gemacht. Obwohl ich weiss, das die meisten darauf schwören.



Das die Kohlefederbleche gut eingestellt sein sollten, versteht sich fast von selber – obgleich mir das nicht immer so gelingt – hab da so meine besonderen Schwierigkeiten mit (gerade bei den T-jets).

Die Chassis teste ich dann auf meiner Bahn – ohne Zeitmessung – rein aus dem Gefühl und dem gehör heraus. In der Regel merke ich schon ob, das was taugt oder nicht.



Mein Fazit: Ich mache das was notwendig ist – nicht mehr und nicht weniger. Wie schon erwähnt, man kann auch alles übertreiben. Ansonsten gilt für mich die Devise, ob alt oder neu, ob einmal zerlegt und gesäubert oder so belassen wie aus der Box. Wenn so Chassis von Anfang an gut läuft, dann heisst es bei mir „Never touch a running System“ (gilt im Übrigen auch bei Computern).



Mein Fazit deckt sich ansonsten mit Hans.

Die Hälfte ist in der Regel brauchbar. Dem Rest wird entweder „Brauchbarkeit“ anerzogen oder es landet als Erssatzteilspender in der Bastelkiste.

Vieles von dem was Hans geschrieben hat, deckt sich mit dem was ich auch schon immer gemacht habe. Einiges davon war neu für mich. Anderes erscheint mir nicht unbedingt erstrebenswert oder wenig praktikabel.



An Hilfsmitteln benutze ich ebenfalls Zahnbürste, Pfeifenreiniger, feinen Schmirgel, Roco Rubber (anstatt Glasfaserstift), Nähmaschinenöl, Reinigungsmittel, Proxxon mit Bohrständer usw.

Ich denke es ist das übliche, was so jeder eigentlich benutzt.



Ich hoffe das, das Geschriebene dem einen oder anderen Altfahrer oder auch Neueinsteiger etwas weiterhilft.



Gruß Martin
Leistung ist, wenn sich die Felge im Gummi dreht!
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Wie man einen T-Jet-Motor (wieder) schnell macht - von Martin - 30-01-2008, 10:09

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