Jepp! Ich schließe mich Lothar an: eindeutig zu wenig Druck bzw. Kontakt auf den Schleifern!
Hans: Der Unterschied zwischen Deiner Kupferbahn und der Plastikschiene ist ja, dass der Stromleiter in der Plastikschiene aus der Schiene "herausschaut" - also dem Schleifer "entgegen kommt". Die Schleifer unserer kleinen Lieblinge und ihre Scheiferfedern sind darauf abgestimmt. Auf Deiner Kupferbahn müssen die Schleifer einen "längeren" Weg bis zum Kontakt zurücklegen.
Neben Lothars Idee, die Vorderachse zu beschweren, könntest Du auch versuchen, die vordere "Stufe" des Tomy-Schleifers etwas weiter nach unten zu biegen. Das kannst Du gut mit einer kleinen Flachzange machen.
Eine anderes Material wäre dann vielleicht 5 mm MDF anstatt der Pappe. Der Slot wird dann nicht mit der Oberfräse hergestellt, sondern mit der Stichsäge, die wahrscheinlich jeder im Haus hat. Die Sägeblattbreite dürfte der Slotbreite ziemlich entsprechen. Wenn man sich Zeit lässt, und genau arbeitet, benötigt man auch keinen Anschlag, dann trifft man die Bleistiftlinie schon sehr genau. Das Ergebnis dürfte ein Puzzle sein, das nur noch mit den richtigen Abständen auf eine Grundplatte verleimt werden muss. 5mm MDF ist auch noch flexibel genug, um Höhenunterschiede in der Bahn darzustellen. Ich hab es noch nicht versucht, ist nur eine theoretische Überlegung zur Materialfindung. Gruß Holger
Der wahrhaft Weise muss ab und zu die gespannte Schärfe seines Geistes lockern - und eben das geschieht durch spielerisches Tun und Denken. (Thomas von Aquin)
10-02-2013, 12:19 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10-02-2013, 12:20 von Martin.)
Hallo zusammen!
Ich finde Eure Gedanken zu der Geschichte ja alle ganz prickelnd...
Aber ganz ehrlich:
Eure Überlegungen werden wohl in einem Fiasko enden. Ihr würdet einen Haufen Arbeit in ein Projekt stecken, was Euch am Ende wahrscheinlich unglücklich machen wird.
Wenn ihr schon Energie in einen gefräste Bahn stecken wollt, dann macht es mit bewährten Mitteln.
Nämlich Oberfräse und MDF. Da habt ihr dann auch definitiv lange etwas von.
Ich habe es jedenfalls bis heute nicht bereut, meine Bahn in Holz zu fräsen. Ich möchte auch nix anderes mehr.
Denkt drüber nach. und macht euch nicht mehr Arbeit als nötig. Vor allem aber, keine Arbeit die am Ende nur frustet.
das klingt ja ziemlich konservativ :lol: - und das von einem, der nicht nur die Holzbahn hier extrem vorangebracht sondern auch in der Lichttechnik Akzente gesetzt hat .
Wo wären wir ohne die Visionäre, die willens sind, sich auch mal eine blutige Nase zu holen?
Und Pappe ist, wie ebi oben schon sagt, nicht gleich Pappe.
ciao
michaelo
ciao michaelo ... und wer zuletzt aufgibt gewinnt.
OK, OK, war vielleicht ein bißchen sehr negativ geschrieben...
Also, um die beiden Dinge mal zu trennen.
Kupferfolie:
Kupferfolie kann man machen, wenn man seine Autos auf Bürstenschleifer umrüstet. Damit ist man auber außenvor, wenn die Autos anderswo gefahren werden sollen.
Flach auf flach (Schleifer flach auf Folie flach) macht keinen Sinn, weil es nicht befriedigend funktioniert. Legt man etwas unter geht es wieder - aber - dann kann man auch gleich gescheiten Draht verlegen. Wäre also doppelt gemoppelt.
Bahnbau:
Ich habe nichts dagegen wenn sich jemand eine blutige Nase holt, hab mir auch schon oft eine geholt.
Ich stecke nur nicht gerne Energie in etwas, wo schon abzusehen ist, das es ziemliche Schwierigkeiten geben kann. Von den Kosten mal ganz abgesehen.
Es soll auch jeder seine Erfahrungen machen. Meinungen gibt man aber doch ab, um seine Bedneken oder eigenen Erfahrungen kund zu tun. Jeder einzelne muss daraus seine Schlüsse ziehen.
Ich gebe bei Pappe ( auch wenn Pappe nicht gleich Pappe ist) zu bedenken, das die Kosten nicht zu unterschätzen sind, wenn man Sandwichmäßig auf Dicke kommen will. Einen supersaubere, ganzflächige Verklebung ist zwingend notwendig und ohne entsprechende Pressen nicht gewährleistet (bei MDF haben das andere für mich ereldigt und schließlich ist das eigentlich auch nur Pappe).
Probleme sehe ich dann noch beim Fräsen (ausfransen) und bei der Abnutzung des Slots durch die Führungstifte. Desweiteren könnte es mit Pappe massive Probleme mit Verzug geben durch Temperatur/Luftfeuchtigkeit. Ist aber alles nur eine Annahme.
Aber das müßte man mit einer Testbahn wirklich mal ausprobieren.
Ich rate daher sowieso dringend dazu erstmal 1 qm Testbahn zu bauen und augiebig zu testen.
ob Pappe eine Alternative zu Holz, bzw. mdf ist kann ich sicher nicht beurteilen. Habe bei mir mdf-Platten genommen und bezüglich des Fräsens den "faulen" Weg gewählt. Habe auf einem 2D CAD das Streckenlayout gezeichnet und den Datensatz im dxf-Format dem Schreiner im Nachbardorf gebracht. Der Schreiner hat dann auf seiner CNC-Fräse den Datensatz eingelesen, den Fräser auf den beiden 2 x 1 m großen mdf-Platten durchlaufen lassen. Habe dann nur noch Farbe und die Kupferfolie gebraucht. Ansonsten ist bei meiner Bahn vieles eine primitive Lösung, die Kupferfolie ist an den jeweiligen Plattenenden nach unten gezogen und dort in Lüsterklemmen eingelegt. Die Lüsterklemmen sind dann verkabelt. Als Regler verwende ich die alten Carrera Daumendrücker und die Stromversorgung läuft über ein stabilisiertes Netzteil, was erheblich besser als die Carrera-Trafos.
Mit Hans aus Holland bin ich in Kontakt und werde versuchen ein Video von fahrenden Autos auf meiner Bahn zu machen. Sofern von Interesse stelle ich das dann auch gerne hier rein.
Nur zur Info: ich verkaufe keine Kupferfolie oder irgend etwas in dieser Richtung, habe mich nur gewundert...
Ich muss es selbst noch genau nachlesen aber hier einige von ihre positive Reaktionen:
Intheslot: "Just want to add. By going with copper tape (although it is "old school" technology), you are taking HO racing a major step forward in performance, reliability, and eliminating p/u shoe wear. When searching for improvements, never be afraid to break "toy-spec" traditions. I salute you whole-heartedly!! I wish track manufacturers like TKO, Max-Trax, and Wiz would adopt these technologies."
HO RacePro (Ed Bianchi B) ): "Not to take away from the very cool track ginkejw (the original poster) built..."
super8mm: "Nice looking track. I like the innovation of the bare wires as pickups. Thanks for sharing."
Viele Grüsse,
Hans aus h0-lland
(Ich hoffe das der Daniel (admin) uns, die Kupferfolie fahrer, bald ein Subforum machen kann)
Es ist mir peinlich, dass die Bahn nach mehreren Jahren in Betrieb immer noch so kahl aussieht. Ich hoffe, dass es irgendwann auch mal mit Boxengasse, Tribüne und Landschaft was werden wird.
vielen Dank für die lobenden Worte. Ich glaube nicht, dass es ein Geheimnis gibt. Bei der Farbe handelt es sich um einen Unviserallack seidenmatt Anthrazit RAL 7016 den ich damals im Baumarkt für ein paar wenige Euros gekauft habe. Dieser Lack ist mit Schaumstoffroller nach leichtem Anrauhen der mdf-Platte aufgetragen und hat keine Zusätze oder Beigaben, d. h. die Bahn ist "glatt". In den Autos sind keinerlei Blei- oder Messinggewichte eingesetzt. Der blaue Ferrari 612 ist ein AFX, der gelbe Ferrari Daytona ein AFX G+, der silberne Mercedes C9 ein Tomy Turbo, der schwarze Indy ein Tomy Super G+ und der rote Ferrari 512 ein Tyco. Tomy Mega G will ich mir demnächst mal einen zulegen und testen, man hört und liest ja nur gutes über Mega G. Nach meinem persönlichen Geschmack fährt das Tyco-Chassis am besten und angenehmsten. Vielleicht müßte ich mehrere Chassis der verschiedenen Typen zerlegen, säubern, schmieren und überall gleiche Silikonreifen aufziehen, um einen wirklich aussagefähigen Vergleich anstellen zu können.
17-02-2013, 11:45 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17-02-2013, 11:46 von Slotraver.)
Moin Hans!
Klasse, vielen Dank für das aussagekräftige Video!
Hmmm... einen T-Jet hast Du nicht zum Testen - oder? Wenn nicht, dann würde ich Dir sehr gerne einen schicken, um mal zu sehen, wie der sich auf Deiner Bahn verhält.
Gruß aus Hamburch,
Andreas
PS: Die Bahn finde ich toll! Schönes Layout auf kleinem Raum!