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NIE wieder die Fahrbahn-Stromschienen reinigen!
#1
Hallo Jungs,

hier mein Bericht zum
LANGZEITVERSUCH, 13 Jahre Silbertal-Speedway Rennbetrieb.

Das Ergebnis,
von 2011 an, also seit 13 Jahren:
Keine Fahrbahnstromschienen-Kontakt-Probleme mehr Smile !
Kein anschubsen der Autos mehr!
Keine Fahrbahn-Stromschienen mehr von Hand blankgekratzt! 

Ich bin mir durchaus des etwas provokanten Titels bewusst, aber so funktioniert es wirklich…

Meine Anlage, Link "Silbertal-Speedway" https://www.h0slot.eu/showthread.php?tid=5940  hier vorgestellt, ist zweispurig, ca. 25 m Fahrbahnlänge, Baujahr 2011
Link "fertiger Silbertal-Speedway " https://www.h0slot.eu/showthread.php?tid=5976   
Die Fahrbahnen sind seit 2011 unverändert, nur die Deko-Ausstattung ist im Laufe der Jahre noch um ein paar Kleinigkeiten ergänzt worden.    


   
Foto von Bauphase, hier flexible Kork-Seitenstreifen für Fahrbahnverbreiterung, im Finish dann optisch mit schwarzem Acryl aus der Kartusche an die Fahrbahnen angepasst, August 2011


Nachdem ich nach Fertigstellung der Bahn bei dem Versuch, die kompletten Fahrbahn-Stromschienen schon nach nur 1-2 Wochen Pause jedesmal neu (beide Spuren zusammen, immer 50 laufende Meter !) mit meinem Gummischleifklotz freizukratzen und wegen teils schwieriger Zugänglichkeit (Bahn-Unterführungen/Steilkurvenelemente/Anlagen-Dekoteile nahe am Fahrbahnrand + an einer Seite eine niedrige Dachschräge) kläglich gescheitert bin, stand ich vor der Frage, entweder vor jeder Benutzung Frust zu schieben und mir erstmal das Fahren erarbeiten zu müssen, oder mir zügig was wirklich Praktikables einfallen zu lassen.
Von den H0-Eisenbahnern habe ich mir dann in diversen (teils kontroversen) Berichten erlesen, wie gut es sich auf Dauer auswirkt, die Stromschienen so gut wie möglich vor mechanischen Veränderungen zu schützen.
In einigen dieser Berichte wurde gut beschrieben, dass durch jede mechanische Behandlung der Stromschiene tendenziell immer schlimmere und tiefere Kratzer in der Stromleiter-Kontaktfläche erzeugt werden. Das wiederum ergibt im Mikrobereich gewissermaßen eine „Brutstätte“ für hartnäckige Verschmutzungen durch Staub+Fett+Schmutz jeder Art, bzw. deren klebrige Vermischungen, teils organischer Art, die dann sogar noch wachsen können... Confused

Da unsere Stromschienen-Oberkanten im Auslieferungszustand im Grunde qualitätsmäßig noch gröber sind als die feineren Schienenoberflächen der H0-Modelleisenbahnen, sollte die für unsere Anwendung erfolgversprechendste Strategie sein, die Stromschiene auf keinen Fall mechanisch noch mehr zu malträtieren.
Denn jede Riefe ist ein Speicher für Staub und Schmutz jeder Art und damit Verursacher vieler Kontaktprobleme. Je tiefer die Riefe umso hartnäckiger.

Also habe ich mich nach der Fertigstellung der Bahn im Herbst 2011 dafür entschieden, ganz konsequent die Stromleiter nicht mehr anzufassen, und auch wegen der umfangreichen Bahndeko links und rechts der Fahrbahnen, keinen Staub abzusaugen zu müssen.

Da aber Staub, Luftfeuchtigkeit und Luftverschmutzung allgegenwärtig sind, mussten diese Faktoren so maximal wie möglich reduziert werden.
____________________________

Die Anlage + Umfeld:
Tomy-Fahrschienen, ausgebauter, aber unbeheizter Dachraum mit Raum-Temperaturen zwischen 3° bis 37°C, Raumgröße ca.12m2, bei Benutzung im Winter kurzzeitig Zustellheizung


Meine 5 einfachen, aber erfolgreichen Maßnahmen (ab 2011 bis heute/Herbst 2024):

1.  Nur einseitig Lüften, keinen Durchzug im Raum zulassen.

2.  Kein Lüften, wenn die Luftfeuchtigkeit draußen über 70% (Kontrolle über Außenfühler, kl. Wetterstation).

3.  Aufstellung eines kleinen elektrischen Raum-Entfeuchters (Preisklasse um die 120€), der die Luftfeuchtigkeit im Bereich um die 65% hält (nur Nov.- März/April nötig), Betriebskosten aktuell ca. 25€/Jahr.
Um die über den Lüfter ausströmende Luft zu drosseln und so die zwangsweise stauberzeugenden starken Luftströmungen des Geräts zu verringern, habe ich die Luftströmungsrichtung unter einen Tisch gegen die Zimmerwand gerichtet, wo sie sich dann schon ziemlich gedrosselt in zwei Richtungen im Raum verteilt.
Ganz nebenbei ist ein für solch kleine Räume relativ leistungsstarker Raumluft-Entfeuchter, auch allgemein ganz gut für das Raumklima und viele anderen Dinge im Raum, auch gegen evtl. feuchte Zimmerecken.


4.  Um die Bahn in einem stets bereiten Zustand zu halten, habe ich sie bisher spätestens alle 4-6 Wochen wenigstens 1x für mindestens 5 Minuten benutzt.
Noch längere Stillstandszeiten habe ich habe ich bewusst noch nicht ausprobiert.
Aber ich schätze, dass es bei Zeiträumen über 2 Monate hinaus dann nicht mehr so easy funktioniert und man das erste Mal die Schienen vermutlich wieder freikratzen müsste. Und das möchte ich auf keinen Fall riskieren und so wieder tiefere Riefen und damit viel mehr Öffnungen für Verschmutzungen jeder Art in die Stromschienen zu bekommen.
Außerdem war ich noch nie zeitlich so unter Druck oder in mentaler Not, nicht mehr spielen zu wollen…
Rolleyes


5.  und zu guter Letzt, das Beste:
mit meiner Lieblingskarosse aus Kindertagen, ein gelber (Faller)Ferrari 365GTB Daytona, jetzt allerdings mit Tyco-440x2-Chassis,
die Bahn in 2-3 Minuten - pro Spur - für den Rennbetrieb total problemlos sauber fahren.


Das Tyco-440x2-Magneter-Chassis ist ideal dafür geeignet, überfährt es doch die in der ersten Runde noch ggf. gering verstaubten Bereiche mit seiner Motorpower samt Haftmagnet und den optimal geeigneten (unverzinkten/unpassivierten!) Tyco-Kupfer-Schleifern, die den Schmutz von den Schienen am Besten aufnehmen.
Die einzige Vorbereitung des Fahrzeugs besteht darin, die Schleifer vor dem Start mit einem Glasfaser-Radierstift sauber zu machen und den Motor, wenn das Fahrzeug länger als eine Woche gestanden hat, an der Hinterachse vor dem Start anzuheben, 10-15 Sek. Vollgas zu geben, bis sich die Motordrehzahl nicht mehr weiter erhöht.
Aber das macht man ja sowieso, denn saubere Schleifer und ein leichtläufiger Motor samt Getriebe, haben für bestes Ansprechverhalten und max. Leistung, (auch unabhängig vom Einfahren der Bahn) stets oberste Priorität.


Die Bahn ist dann nach 10-15 Runden flotter Fahrweise (je Spur) sauber, ohne dass das Auto ein einziges Mal stehen bleibt.
In dieser Phase reinige ich die Tyco-Kupferschleifer gleich nochmal nach den ersten 2 Runden, weil sie dann schon sehr viel Schmutz von den Schienen aufgenommen haben.
Das Schleiferreinigen dann noch etwa 2-3 mal wiederholen, ggf. zwischendurch die Hinterreifen des Autos, zwecks Staubentfernung, mal kurz über ein Klebeband rollen.
Erst dann dürfen die anderen Autos auch auf die Bahn…

       
Wieviel allein die ersten 3 der angeführten Punkte gegen Staub und Luftfeuchtigkeit bringen, zeigt dieser Anlagen-Ausschnitt:
13 Jahre alt! Nie abgesaugt oder mit Staubwedel behandelt!
Die Gräser und Bäume sind immer noch in farblich sehr gutem Zustand und ohne jeden Grau-Belag durch Staub und Schmutz.


Selbst wenn man heute mit stärker zerkratzten Schienen anfängt, aber dabei die oben stehenden 5 Punkte konsequent beachtet, stehen die Chancen nach meinen eigenen Anfangs-Erfahrungen im Grunde ganz gut, das Kontaktproblem im Laufe der Zeit immer besser in den Griff zu bekommen.
Vielleicht hält der Effekt zunächst erstmal nur 2-3 Wochen an, aber das ist ja dann schon mal ein guter Einstiegs-Erfolg, bis die Stromschienen mit der Zeit vom Fahren glatter werden.

______________________

Um das Ganze auch bildlich zu untermauern habe ich jetzt, 13 Jahre nach Erst-Inbetriebnahme meiner Anlage ein paar Fotos von der aktuellen Stromschienen-Oberfläche gemacht.
Meine Kamera (APS-C-Format) ist zwar schon aus 2012 und über Adapter das alte Balgengerät aus den 80er Jahren, aber man kann doch relativ gut die Unterschiede ausmachen.


       
Kameraaufbau für die Stromschienen-Mikroaufnahme in der Anlage

Das das erste Fahrbahnschienen-Foto, obwohl Kurverteil, so wie eine Gerade aussieht, liegt zum Einen an dem doch sehr hoch vergrößertem Ausschnitt von nur wenigen Millimeter Bildhöhe
und zum Anderen auch daran, dass es in einer meiner Kurven mit dem größten Radius aufgenommen wurde.

Da ich keine 2 gleichstarke LED-Lampen hatte, musste ich verschiedene Lampenabstände wählen, um den Stromleiter von beiden Seiten gleichmäßig zu belichten. Das hat zur Folge, dass die schwarze Fahrbahn links und rechts der Stromschiene verschieden wirkt.


   
Foto von fest eingebauter Schiene, der momentane Zustand in der Anlage, noch zu erkennen sind die feinen Restspuren von meinen frühen „mechanischen Reinigungsversuchen“ von vor 13 Jahren. Die aber, das zeigt die Praxis, heute nicht mehr relevant sind.
Durch das viele Fahren haben die weicheren Schleifer! offenbar über die 13 Jahre die Stromschiene ein wenig geglättet (wie ein Brotmesser, das selbst vom viel weicheren Brot mit der Zeit immer unschärfer wird).



   
Foto von einer noch nie befahrenen Schiene, sie zeigt im Neuzustand überhaupt keine Längsriefen, aber auch wie grob und uneben die Oberfläche im Mikrobereich ist.


          
Hier 2 Fotos, das gleiche neue Schienenstück, jeweils an 2 benachbarten Stromschienenstellen mit 2 verschiedenen Methoden blank gemacht.
1. Bild, blank geschmirgelt mit Gummischleifklotz
2. Bild, blank gekratzt/abgezogen mit breitem Schlitzschraubendreher


Die Fotos machen nur die Riefenstrukturen, nicht aber die Riefentiefe sichtbar.
Man kann aber den Unterschied zwischen der glatten Schiene aus meiner Anlage und den beiden letzten, frisch bearbeiteten Schienen mit dem Finger fühlen, die spürbar rauer sind.


Meine hier beschriebenen Erfahrungen habe ich mit Tomy-Schienenmaterial gemacht.
Ich denke, mit Tyco-Schienen wird das Ergebnis ebenso positiv ausfallen.
Wie das Faller-Schienenmaterial sich unter den 5 Punkten verhält, ist aus meiner Sicht etwas schwieriger abzuschätzen. Aus meinen Kindertagen weiß ich nur noch, das insbesondere hohe Luftfeuchtigkeit bei Faller-Schienen ein ziemliches Problem war. Dagegen etwas zu tun, kann also nur positiv sein.


Unsere Stadtbahner mit den Fallerschienen sollten auf jeden Fall mit dem Tyco-Magneter einige Runden mehr drehen, bevor sie mit ihren digitalen Fahrzeugen mit Drahtlitzen-Schleifern freie und zuverlässige Fahrt bekommen.
Sinnvoll ist es dann auch, den Tyco-Magneter einige Male mehr in die Hand zu nehmen und die Kupferschleifer mit dem Glasfaser-Radiererstift zu reinigen, bis er Staub und Schmutz noch umfassender von den Schienen entfernt hat.



Noch ein paar allgemeine Hinweise:
Vorsicht mit Heizkörpern, je heißer sie sind, umso mehr Raumluft-Verwirbelungen gibt es, umso mehr Staub wird aufgewirbelt und neu im Raum verteilt.
Auch Haustiere im gleichen Raum tragen zur Staub-Erzeugung, bzw. Umverteilung bei.

Ebenso Tabakrauch, der erzeugt mit der Zeit fettige gelbe Nikotin- und Rauchgas-Beläge auf allem, wo er sich niederlässt.

Sorry für die Länge des Artikels, nicht jeder liest gerne so viel, oder hat die Zeit oder Geduld dafür.
Ich wäre selber gerne auch viel schneller mit diesem Erfahrungsbericht fertig geworden.
Aber ich habe es halt nicht besser hinbekommen, alles Relevante so zusammen zu schreiben, dass es leicht gedanklich nachvollziehbar und praktisch durchführbar wird.


Abschließend noch die Frage:
Hat jemand vielleicht andere Strategien – mit möglichst wenig Aufwand - zum schnellen und guten Kontakt zwischen Schleifer und Stromschiene, die das Starten nach mehreren Wochen Betriebspause einfach machen?

Habt ihr da mit irgendeinem Aspekt, der hierfür wertvoll wäre, gute Erfahrungen gemacht?


Beste Grüße
Hebi
"... beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr abfließen"   Walter Röhrl 
  -  Wer später bremst, fährt länger schnell  -

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#2
Hebi  Cool

super das Du da einen Rhythmus gefunden hast der für dich funktioniert. Langer Beitrag. Aber ist gut zu lesen.

Ich hab das bei mir ziemlich zusammen geschrumpft.

Bahn steht im Keller. (Im Kellergeschoss ist auch der Wäschekeller)
Der Bahnraum hat auch einen Heizkörper.
Deko gibt es nicht wirklich.

Also ich ziehe die Bahn einfach mit einem Staubtuch ab. In der Regel gehe ich zweimal um die Bahn.

Dann setze ich auch Tyco 440 auf die Bahn und ziehe regelmäßig die Reifen mit Malerkrepp ab.

Nach ca. 50 Runden pro Spur sind alle 4 Spuren frei und rennfertig.

Ab und an sauge ich den Kellerraum(Wollmäuse/Staub  Exclamation ). Aber ich bin eher der faule Typ was das angeht.  Angel

VG
Mic
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#3
Sehr interessant und super bebildert - vielen Dank hierfür !

Nach meinen Erfahrungen werden die Leiter in dieser Reihenfolge schlechter : Tomy, Tyco und als letztes eindeutig Faller. Mit den anderen Systemen habe ich keine Erfahrung.

Was ich immer mache, habe ich von den 1:32ern mitgebracht :

Ballistol mit roter Kappe ist ein superber elektrischer Leiter. Etwas auf die Schleifer (Microscalextric) und fahren lassen sammelt den Dreck auf, schützt den Leiter und verbessert den Kontakt entscheidend. Schleiferreinigung dann mit Glasradierer. Bei geringer Menge gibt es auch keine Rutscharien.
Bei den Fallerschienen mit den stark erhabenen Leitern sprühe ich etwas Ballistol auf einen Gleisreinigungsblock der Modellbahner und ziehe ihn ohne starken Druck über die Schienen und habe ein neues Fahrgefühl !
Schönes Wochenende !
Michael
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#4
Vielen Dank für die sehr interessanten Beiträge. Bei Langzeiteffekten wie Korrosion, UV-Schäden etc. ist  LangzeitERFAHRUNG sehr kostbare Info.

Da ich nur Faller auf drei Bahnen habe, noch meine Ergänzungen: 

- Bahn 1 steht sehr trocken und staubarm, ist auch nach Pausen über mehrere Monate mit 1000er Papierblock schnell o.k.

- Bahn 2 ist Teppichbahn mit schwankender Luftfeuchtigkeit. Nach wenigen Tagen ist Schienenreinigung angesagt. Hier kommt in letzter Zeit auch sehr sparsam Kontaktöl zum Einsatz (Tuner Spray)

- Bahn 3: Stadtbahn steht auch sehr trocken. Als UV und Staubschutz dient eine schwarze Abdeckfolie. Ist dadurch auch sehr schnell betriebsbereit nach langen Pausen.

Die Ansicht einer gebrauchten Fallerschiene unter dem Mikroskop gleicht einer Kraterlandschaft - daher auch 1000er Papier
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#5
Sehr interessant eure Ausführungen die ich aufmerksam mitverfolgt habe. Ich bin in dieser Hinsicht etwas fauler
und habe nachdem ich die Schienen mechanisch und mit Ballistol gereinigt habe mir einfach eine Haube aus
rauchfarbenen Acrylglas anfertigen lassen. War natürlich nicht preiswert, so circa um die 700 €, dafür kann die
Anlage auch mit der Haube gefahren werden.
Hat aber auch den Nachteil das eine zweite Person zum abnehmen der Haube erforderlich ist Sad
VG
Michael






Ich habe für manches auch keine Lösung, aber ich bewundere stets das Problem
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#6
Hallo Hebi
Zur Frage vorweg:
in vordigitaler Zeit haben Zweileiterfahrer an ihrer Modellbahn einen Hochfrequenzreiniger eingesetzt; Erfolg? Es gab nichts anderes außer Rubbern.
Das Device versetzte die Gleise in Schwingung und der Dreck sollte weg sein. Meine Gleise haben ihre Pubertät noch nicht hinter sich, also deutlich 
weniger Probleme hier. Märklinist halt.
Die Riefen kann man mit einem Filzkegel auf dem Dremel und Clean-& Superpolish angehen, aber das Plastik schonen!
Sobald ich bei mir das Problem mit der Fliegenden Verbindung zwischen den Modulen gelöst habe, wird jeder Pol auf jeder Schiene mit einer Ringleitung 
verbunden.Vom Ergebnis werde ich berichten.
Das Essigsäurereinigen der Kontakte allein hatte keinen dauerhaften Erfolg.
Ich habe die Feuchtigkeitskontrolle aufgegriffen und ein Paar chemische Kollektoren aufgestellt(ALDI funktioniert aber nur über 16 Grad)
Zu der elektrischen Version, wie wird das Kondenswasser entsorgt? Direkter Abfluss oder Sammelbehälter? Ich brauche was wartungsfreies für das Wochenendhaus.

Zur Länge des Beitrags:
Der Wichtigkeit entsprechend gerne auch noch ausführlicher mit der Bitte um eine rege Diskussion!
Danke und Gruß Lutz
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#7
Die besten "Schienenreiniger" sind Life-Like T-Chassis. Die fahren auch auf verdreckten Stromleitern und Schleifen irgendwie mit ihren Schleifern, die Öl-/Dreck-/Oxidschicht in ein paar Runden weg. Danach fahren auch die anderen Fabrikate problemlos. Der Staub auf der Bahn geht völlig problemlos mit einem "Swiffer"-Staubfänger runter. Wenn man Deko an der Bahn hat, muss man natürlich aufpassen, mit dem "Swiffer" nirgendwo hängenzubleiben. Kratzer auf Modelbahnschienen und Stromleitern bei der Rennbahn soll man angeblich "heilen" können, indem man eine Edelstahl-Unterlegschiebe mit etwas Druck flach über die Schienen oder Stromleiter reibt. Ausprobiert habe ich das allerdings noch nicht.

Volker
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#8
oder mit dem Akkustaubsauger + Bürstenaufsatz vorsichtig durch die Gassen...
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#9
Hallo,

Das Freifahren der Faller-Schienen für den Stadtbetrieb sehe ich auch als vorteilhaft bei Nichtbenutzung der Bahn von mehr als zwei Wochen. Ich verwende dazu gerne eine Konstantstromsteuerung und z.Zt. einen Flachanker mit roten Zwischenzahnrädern, also mit einem 6-Zähne Ritzel.

finbar
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#10
(24-11-2024, 19:36)drusus.lucius schrieb: Zu der elektrischen Version, wie wird das Kondenswasser entsorgt? Direkter Abfluss oder Sammelbehälter? Ich brauche was wartungsfreies für das Wochenendhaus.

Hallo Lutz,
Mein Gerät ist das SLE 320 C4 von Silvercrest. Habe es jetzt 5 Jahre und noch kein Problem damit gehabt.
Es scheint davon auch noch andere bauähnliche Geräte zu geben. Soweit ich mich erinnern kann, ist das für Räume bis ca 20m2 vorgesehen. Das Fassungsvermögen des Auffangbehälters liegt bei etwa 6 Litern. Den Behälter muss ich wegen der meist niedrigen Raumtemperaturen, für die Zeit von Nov. bis März/April, nur etwa 3x leeren.
Man kann aber für längere Abwesenheit auch einen Schlauch anschließen. Dann brauchst du aber zum Ablaufen genügend Gefälle im Schlauch. Das Gerät dann ggf. etwas höher aufstellen, damit das Wasser störungsfrei, z. B die Duschwanne, ablaufen kann.

Beste Grüße
Hebi
"... beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr abfließen"   Walter Röhrl 
  -  Wer später bremst, fährt länger schnell  -

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#11
Danke Hebi
Die Verhältnisse sind leider etwas komplizierter. Der Bedarf liegt im Jahr bei etwa sechzig Litern, nachdem die Stadt Trendelburg die Abwasserleitung erneuert und Schmutz und Regenwasser getrennt hat. Soweit gut gemeint aber kaum fünf Meter neben meinem Haus (steht da seit 280 Jahren) steigt ein Hügel mit einem sehr hohen Grundwasserspiegel (also klatschnass) steil an. Die Leitung in ihrem neuen Schotterbett leitet (Arbeitshypothese) das Grundwasser an meine als Trockenmauer gebaute Fundamentmauer (so nötig da Fachwerk) und das Wasser sickert da durch und es beginnt von da an im Haus feucht zu werden. Die nächsten funktionierenden Abflüsse sind im Erdgeschoß in der Küche also einen Raum weiter. Dort trockne ich nur die Auswirkung des aus dem Keller aufsteigenden Wassers. Im Keller kann die Ursache abgestellt werden nur wie wird das Wasser dann gehoben? Und wieviel ziehe ich aus dem Erdreich nach?
Das Haus steht direkt auf der Grundstücksgrenze, ausgraben und eine Wanne setzen geht also nicht.
Ich dreh mich im Kreis; Kosten im Jahr ca 300€ für Entfeuchter. Hat einer Ideen?
Danke & Gruß Lutz
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